Mit Hugo Abele (1938-2014) verliert die Region einen engagierten Fürsprecher

Die Region trauert um einen Mann, der sein Leben in den Dienst des Gemeinwohls gestellt hatte. Hugo Abele aus Schlechtbach ist am Dienstag im Alter von 76 Jahren verstorben.

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  • Auf einem der CDU-Sommerfeste (von links): Hugo Abele, Bürgermeisterin Rosalinde Kottmann, Vorsitzender Andreas Joos und Abgeordneter Norbert Barthle. 1/2
    Auf einem der CDU-Sommerfeste (von links): Hugo Abele, Bürgermeisterin Rosalinde Kottmann, Vorsitzender Andreas Joos und Abgeordneter Norbert Barthle. Foto: 
  • Immer mit einem Lächeln - so wird Hugo Abele vielen Menschen in Erinnerung bleiben. 2/2
    Immer mit einem Lächeln - so wird Hugo Abele vielen Menschen in Erinnerung bleiben. Foto: 
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Hugo Abele konnte vieles - nur eines nicht: "Nein" sagen, wenn es darum ging, Verantwortung im Ehrenamt zu übernehmen. Bereits in jungen Jahren engagierte sich der gebürtige Schlechtbacher Landwirt, der im Gschwender "Hecht" eine Metzgerlehre absolviert hatte, für die Allgemeinheit. Er übernahm in schwieriger Zeit den Vorsitz des damaligen Viehschadensvereins.

Der umtriebige Hugo Abele beschränkte sich jedoch nicht auf das bäuerliche Metier. In Kirchenchor und Werkvolk, heute Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), übernahm er weitere Aufgaben. Allein sein Wirken im Musikverein, der sich unter seiner Regie zu einem modernen Kulturträger entwickelte, würde ein dickes Buch füllen. 28 Jahre lang war er in verschiedenen Ämtern tätig, darunter zwölf Jahre als Vorsitzender. Gewichtige Ehrungen von Blasmusikerverbänden in Deutschland und Österreich zeugen davon, ebenso die Landesehrennadel in Gold. Eher im Stillen wirkte er als Schöffe beim Gmünder Amtsgericht oder in der Musterungskommission in Stuttgart.

Als Mitbegründer der Dorfgemeinschaft Schlechtbach hatte Hugo Abele sich schon früh dafür eingesetzt, das öffentliche Leben im ländlich geprägten Raum auch für spätere Generationen zu erhalten. Vor diesem Hintergrund war auch der Einstieg in die Kommunalpolitik programmiert: 1968 wurde er in den Gemeinderat gewählt.

Mehr als drei Jahrzehnte lang wirkte er mit an einer gedeihlichen Weiterentwicklung der in den frühen 1970er-Jahren größer gewordenen Flächengemeinde Gschwend mit ihren 85 Wohnplätzen. Diese Aufgabe war kein Zuckerschlecken, zumal Gschwend nie zu den reichen Kommunen im Land zählte. In 441 Ratssitzungen hatte er die Stimme für seine Heimat erhoben, wichtige Beschlüsse mit initiiert und auf den Weg gebracht.

"Ohne meine Familie wäre das alles nicht gegangen", sagte er einmal im Gespräch mit unserer Zeitung. Seine Frau Gabriele und die vier Töchter waren immer dann auf dem Hof gefordert, wenn er wieder einmal "irgendwo amtierte".

„Die große Politik zu den Menschen gebracht“

Auch die Gschwender Christdemokraten haben Hugo Abele viel zu verdanken. Von 1986 bis 2003 führte er den CDU-Gemeindeverband als Vorsitzender. Er habe diesem regional wie überregional großes Ansehen verschafft, würdigt Vorsitzender Andreas Joos die Verdienste seines Vorgängers. Mit viel Leidenschaft habe Hugo Abele "die große Politik von Berlin und Stuttgart zu den Menschen" gebracht. "Wann immer es etwas zu tun gab, war Hugo Abele einer der Ersten, die sich für die Gemeinde und ihre Bürger eingesetzt haben", erinnert sich Joos. Dafür wurde er 2004 mit der CDU-Verdienstmedaille geehrt.

Hugo Abele hat für seine Ideale gekämpft - ohne zu poltern. Worten ließ er stets Taten folgen. Seinen letzten Kampf hat er nun verloren, von einer schweren Krankheit hat er sich nicht wieder erholt. Am Dienstag ist er 76-jährig verstorben. Heute wird er auf dem Friedhof in Schlechtbach zur letzten Ruhe gebettet.

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