Kritischer - und zufriedener

Die Menschen im Limpurger Land sind in den vergangenen Jahren zwar kritischer geworden, aber auch zufriedener. Das hat die Umfrage im Rahmen unserer Aktion "Hier sind wir zu Hause" ergeben.

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  • Im Limpurger Land daheim: Hochbetrieb herrschte bei den RUNDSCHAU-Ortsterminen in den vergangenen Wochen - wie hier in Sulzbach-Laufen. Foto: Rückert 2/3
    Im Limpurger Land daheim: Hochbetrieb herrschte bei den RUNDSCHAU-Ortsterminen in den vergangenen Wochen - wie hier in Sulzbach-Laufen. Foto: Rückert
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Mit der heutigen Ausgabe endet die große RUNDSCHAU-Aktion "Hier sind wir zu Hause". Einer der zentralen Bestandteile war die große Umfrage zur Lebensqualität - zum zweiten Mal seit 2007. Die wichtigste Erkenntnis: Das Gesamtergebnis für Gschwend, Oberrot, Sulzbach-Laufen, Fichtenberg und Gaildorf hat sich - nach Schulnoten bewertet - von 2,72 um einen zehntel Punkt auf 2,62 verbessert. Dies, obwohl die Leserinnen und Leser in ihrem Urteil über die Qualität des öffentlichen Lebens insgesamt kritischer geworden sind.

Verschlechtert hat sich das Ergebnis, was den Zustand von Schulen (2007: 2,43/2012: 2,57) anbelangt, verbessert der Wert für die Kindergärten (2,20/2,02). Das damals wie heute am schlechtesten benotete Kriterium, die Angebot im Bus- und Bahnverkehr (3,28/3,48), scheint das Sorgenkind unserer Leser zu bleiben. Auch die Einkaufsmöglichkeiten (2,97/3,07) im Limpurger Land haben sich wohl unterm Strich nicht einschneidend verbessert. Dagegen sehen die Befragten hinsichtlich des Wohnungsmarkts (2,69/2,53) doch eine gewisse Entspannung. Gleiches gilt für die Angebote an Arbeitsplätzen (3,30/2,94) und hinsichtlich der Freizeitgestaltung (2,74/2,65).

Mit Ausnahmen hat sich offenbar auch die "innere Sicherheit" im Limpurger Land entspannt - die Bürger fühlen sich jedenfalls sicherer als noch vor fünf Jahren (2,46/2,29). Mit Blick auf die medizinische Versorgung fällt auf, dass die Leserinnen und Leser hier eine geringfügige Verbesserung wahrnehmen (3,07/3,02). Das lässt darauf schließen, dass sich ein Teil der Befragten mit der Schließung des Gaildorfer Krankenhauses nicht nur weitgehend abgefunden, sondern für sich schon eine Alternative dazu ausgemacht haben dürfte; die Gschwender etwa scheinen sich verstärkt in Richtung Stauferklinikum Mutlangen zu orientieren.

Zufriedener geworden sind auch die Senioren. Sie bewerteten die Frage, ob es sich gut alt werden lasse in ihrer jeweiligen Gemeinde (2,51/2,27), mit durchschnittlich besseren Noten als im Rahmen der ersten Umfrage.

Und obwohl die Rahmenbedingungen vorsichtig darauf hinzudeuten scheinen, dass die Menschen innerhalb der Gesellschaft immer egoistischer würden und sich immer weniger für die Allgemeinheit engagierten, trifft dies im ländlichen Raum nur bedingt zu - in Gaildorf etwa, jedoch nicht in den kleineren Gemeinden. Insgesamt nämlich hat sich das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Bevölkerung des Limpurger Landes deutlich verbessert (2,88/2,66).

Was schließlich und endlich angenehm überrascht: Bei aller Kritik an wesentlichen Elementen des öffentlichen Lebens fühlen sich die Menschen in hiesigen Breiten recht wohl - deutlich wohler als vor fünf Jahren: Gab es damals die schon recht gute Gesamtnote 2,21, so steht heute eine Eins vor dem Komma: Das durchschnittliche Votum aller Leserinnen und Leser beträgt exakt 1,99. Damit ist klar: Das Limpurger Land ist eine echte "Wohlfühl-Region"!

Info Die Redaktion hat dieses Jahr bewusst keine "Hitliste" angelegt. Es liegt in der Natur einer solchen Umfrage, dass Kommunen unterschiedlicher Größenordnung und Struktur nur bedingt vergleichbar sind. In der Tat ist es so, dass sich die beiden "Großen", Gaildorf und Gschwend, leicht verschlechtert haben, die "Kleinen", Sulzbach-Laufen und Fichtenberg, verbessert. Unverändert gut hat Oberrot abgeschnitten. Selbstverständlich ist in einer kleineren und damit überschaubareren Kommune das Zusammengehörigkeitsgefühl ausgeprägter, das Leben in einer größeren Einheit dagegen etwas anonymer. Bemerkenswert ist: In allen untersuchten Gemeinden fühlen sich die Menschen offensichtlich recht wohl.

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