Kreativ und entspannt unterwegs

Dem Alltag entfliehen, Stress abbauen, Kraft tanken - Wege zur Balance findet Melanie Knödler in der Malerei. Sie stellt im RUNDSCHAU-Fenster aus.

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Melanie Knödler aus Mittelbronn mit ihrem Lieblingsbild. Der Baum ist für sie das Symbol für Lebenskraft und Freude. Malen bedeutet für sie zugleich Entspannungstherapie. Sie stellt bis Ende Mai im RUNDSCHAU-Fenster aus.  Foto: 

Irgendwann war Melanie Knödler der Stress zu viel. Ihr beruflicher Weg begann als Auszubildende im Finanzamt, und zuletzt war sie mehr als 15 Jahre lang als Bilanzbuchhalterin bei der Firma Bechtle tätig. Ihre Mutter starb früh, was sie nur schwer verkraftete. Das Leben, der Haushalt und der elterliche Getränkehandel mussten trotzdem weitergehen. Später kamen andere belastende Faktoren hinzu, die sich auf Körper und Psyche niederschlugen und ihr ein Stück weit die Lebenskraft raubten, erzählt sie.

Bei Kuraufenthalten lernte sie Techniken, um mit Leistungsdruck und Stress umzugehen und sich zu entspannen. So fand sie die innere Balance wieder. Daraufhin beschloss sie, auszusteigen und ihr Leben komplett umzu­krempeln. Und davon profitiere auch Erik, ihr zehnjähriger Sohn.

Gedanken schweifen lassen

Schon als Jugendliche sei sie sehr kreativ gewesen, erzählt Melanie Knödler. Sie habe gemalt und genäht, diese Leidenschaften dann aber irgendwann aus den Augen verloren und das Malen erst neuerdings wieder entdeckt. Sie erhebt auch gar keinen künstlerischen Anspruch auf ihre Bilder. Für sie sind diese eher eine Art Nebenprodukt. „Beim Malen kann man wunderbar runterfahren“, sagt sie.

Sie arbeitet mit Aquarell- oder Acrylfarben oder mischt beide ineinander – wie ihr eben zumute ist.  Vielfach verwendet sie Grün, die Farbe der Frische, des Aufbruchs, der Hoffnung. Ihre Motive sind zart, zeigen teilweise engelsgleiche Gestalten oder gleiten in irgendwelche geheimnisvollen Sphären ab.

Ihre Bilder drücken das aus, womit sie sich in den Stunden des Malens gedanklich auseinandersetzt: der Komplexität des Menschen, der Einheit von Körper, Geist und Seele. Nachdem Melanie Knödler also beschlossen hatte, sich beruflich neu zu orientieren, strebte sie zunächst eine Ausbildung zur Heilpraktikerin an.

Ergänzend durchlief sie Weiterbildungsmaßnahmen zur Entspannungstherapeutin. Da erkannte sie, dass genau dieses das Gebiet ist, auf dem sie ihre berufliche Zukunft aufbauen möchte. Menschen in den Arbeitsmittelpunkt zu rücken, ihnen aus eigener Erfahrung heraus Wege zu mehr Ausgeglichenheit aufzuzeigen, das war und ist ihre Motivation.

Inzwischen ist sie auch schon ein gutes Stück vorangekommen. Sie hält Vorträge und bietet Entspannungskurse oder Workshops an. Bei ihrem ehemaligen Arbeitgeber Bechtle, der auf Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz setze, ist sie jetzt auf ganz andere Weise im Einsatz. Alle zwei Wochen darf sie die Belegschaft in progressiver Muskelentspannung nach Jakobsen anleiten.

Der Baum auf ihrem Lieblingsbild stellt für sie nicht nur ein Gewächs dar, das schön anzusehen ist und Früchte trägt, sondern steht vielmehr als Symbol für Lebenskraft und Freude.  Über ihre neue Tätigkeit möchte sie das Übel an der Wurzel packen und stressgeplagten Menschen, von Kindern bis Senioren, Möglichkeiten des Ausgleichs aufzeigen.  Entspannung und Kreativität gehen bei ihr Hand in Hand. Gute Erfahrungen hat sie mit Wanderungen in die Natur unter dem Motto „Aufmerksamkeitstraining – Zeit der Sinne“ gemacht. Für sich selbst hat sie zudem das Schreiben von Texten und Gedichten entdeckt, die sie in Facebook veröffentlicht.

Bilder von Melanie Knödler hängen im Schreibwarengeschäft Grau in Gschwend und bis Ende Mai auch in Gaildorf im RUNDSCHAU-Fenster.

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