Krankenhaus-Seelsorger Michael Gseller verabschiedet

Nach mehr als 25-jähriger Tätigkeit als evangelischer Klinikseelsorger wurde Pfarrer Michael Gseller von Landrat Klaus Pavel und Krankenhausdirektor Walter Hees in den Ruhestand verabschiedet.

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Landrat Klaus Pavel und Krankenhausdirektor Walter Hees überreichen Pfarrer Michael Gseller ein Abschiedsgeschenk.  Foto: 

In einer bewegenden Feier wurde Michael Gseller für seine zweieinhalb Jahrzehnte andauernde segensreiche Tätigkeit am Stauferklinikum gedankt. In seiner anerkennenden Rede nannte Landrat Klaus Pavel die Klinikseelsorge die "vierte tragende Säule" im Krankenhaus neben ärztlichem, pflegerischem und verwaltungstechnischem Dienst.

Unzählige Patienten und Angehörige, aber auch Mitarbeiter von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten begleitete Pfarrer Gseller in dieser Zeit in extrem schwierigen Phasen, wie zum Beispiel in der Verarbeitung niederschmetternder Diagnosen, in der Bewältigung dramatischer Unfallszenarien oder dem Verlust eines geliebten Partners oder eines Kindes.

Da diese Situationen auch für die Mitarbeiter des Stauferklinikums häufig sehr belastend sind, leistete Gseller auch an unzähligen Mitarbeitern des Klinikums unschätzbare seelsorgerische Dienste, betonte der Landrat in seiner Rede. Als neutraler, jedoch extrem sachkundiger Kenner des Klinikums habe Gseller in vielen Fällen Ärzten und Schwestern, aber auch vielen weiteren Mitarbeitern des Klinikums entscheidende Hilfestellung geben können. Religionszugehörigkeit oder hierarchische Stellung seien für ihn stets unbedeutend gewesen. Sowohl im Hinblick auf die Patienten als auch im Hinblick auf die Mitarbeiter ging Gsellers Engagement weit über seinen Dienstauftrag hinaus. So war dann auch im Zentrum der Veranstaltung die sehr große Dankbarkeit des Klinikums zu spüren. Selbstverständlich durfte auch ein Geschenk des Klinikums in Form eines Reisegutscheins nicht fehlen. Dekan Immanuel Nau dankte Pfarrer Gseller für seine Klinikseelsorger im Dienste der evangelischen Kirche und entließ ihn aus seinem Amt mit dem aaronitischen Segen.

Als Vertreter des Distrikts sprach Pfarrer Stephan Schwarz aus Großdeinbach. Er würdigte ihn als hervorragenden Kollegen, welcher auch immer bereitwillig zu kurzfristigen Vertretungsdiensten zur Verfügung stand.

Launige Beiträge von Polizeioberrat Helmut Argauer, der für die "Blaulichtgemeinde" sprach, Pastoralreferent Benedikt Mayer und "Clownin" Andrea Kraft, Leiterin des Sozialdienstes am Stauferklinikum, brachten die Festgesellschaft nachhaltig zum schmunzeln.

In seiner Ansprache ging Michael Gseller auf die langen Jahre seiner seelsorgerlichen Tätigkeit am Klinikum ein. Er brachte zum Ausdruck, dass die direkte Begegnung mit dem Patienten oder auch mit dem Mitarbeiter für ihn der zentrale Punkt in seiner Arbeit war. Er habe diese Arbeit immer gerne gemacht, zumal, anders wie im Amt eines Gemeindepfarrers, wenig Aufwand für Büroarbeit aber dafür viel Zeit für die Begleitung von Menschen in großen Nöten zur Verfügung stand. Er gehe mit einem weinenden Auge, da ihm das Klinikum und seine Mitarbeiter in dieser langen Zeit sehr an das Herz gewachsen wären. Freuen würde er sich jetzt auf eine Zeit, in der er seinen Tagesablauf neu und frei gestalten kann und welcher Zeit für neue Interessen und Herausforderungen übrig lässt.

Auch Krankenhausdirektor Walter Hees ließ es sich nicht nehmen, Pfarrer Gseller noch einmal für seine Arbeit zu danken.

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