Kocherrenaturierung beendet

Die L 1158 bei Untergröningen soll ab 1. September saniert werden. Am 8. September folgt dann die Sanierung der K 3244. Bereits abgeschlossen ist die Renaturierung des Kochers bei Abtsgmünd.

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Die Renaturierung des Kochers ist abgeschlossen: Das neue Flussbett ist nun 80 Meter länger.  Foto: 

Mit der Sanierung der Landesstraße 1158 in Untergröningen wird am Montag, 1. September, begonnen. Konkret handelt es sich um die Ortsdurchfahrt im Bereich des Kreisverkehrs Kolonie bis zum Burren sowie um den Streckenabschnitt zwischen Burren und Buchhof. Parallel dazu wird die Gemeinde Abtsgmünd den ebenfalls lange ersehnten Gehweg zwischen Kreisverkehr Kolonie und Burren errichten sowie die Entwässerungseinrichtungen erneuern. Im Zuge dieses Baus wird auch gleich ein Leerrohr für das schnelle Internet mit verlegt.

Bis Mitte Oktober soll der Abschnitt zwischen Buchhof und Burren fertiggestellt sein. Nach Angaben der Außenstelle Ellwangen des Regierungspräsidiums Stuttgart werden voraussichtlich Mitte Dezember auch die Arbeiten in der Ortsdurchfahrt abgeschlossen sein. Diese erfolgen unter Vollsperrung. Eine Umleitung wird über Untergröningen und Hohenstadt ausgeschildert.

Das Land wird sich an diesen Gemeinschaftsbauarbeiten mit der Erneuerung der Fahrbahn (etwa 300 Meter) und der Entwässerung beteiligen. Die Baukosten betragen rund eine Million Euro.

Zwei Wochen für letzten Bauabschnitt

Voraussichtlich ab Montag, 8. September, erfolgt die Sanierung der Fahrbahn im Zuge der K3244 zwischen Lutstrut und Pommertsweiler. Nach Angaben des Landratsamts werden für die Asphaltarbeiten im dritten und letzten Bauabschnitt zwei Wochen veranschlagt.

Im ersten Abschnitt wurde zwischen Hinterbüchelberg und Straßdorf auf einer Länge von 900 Metern außerorts eine doppelte Oberflächenbehandlung aufgebracht. Aufgrund vorgegebener Höhenpunkte erhielt die Ortsdurchfahrt Straßdorf wie die Ortsdurchfahrt Lutstrut (510 Meter) im zweiten Bauabschnitt nur eine einfache Behandlung.

Der dritte Abschnitt zwischen Lutstrut und Pommertsweiler (1070 Meter) wird umfangreich saniert. Die zum Teil nur 4,50 Meter breite Straße wurde bereits auf rund 5,50 Meter verbreitert, um den LKW-Verkehr zur Sandgrube besser aufnehmen zu können. Die Kosten in Höhe von rund 300.000 Euro trägt der Ostalbkreis als Straßenbaulastträger.

Auf einer Länge von 270 Metern haben die EU und das Land Baden-Württemberg den Kocher auf Höhe der Firma Kessler und Co. in Abtsgmünd für insgesamt 1,1 Millionen Euro renaturieren lassen. Der Kocher, der in diesem Bereich nahe dem überregional bedeutenden Kocher-Jagst-Radweg verläuft, wurde dadurch erlebbar gemacht. Für die Gemeinde Abtsgmünd als staatlich anerkanntem Erholungsort und Mitglied im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald sei durch diese Renaturierung ein zusätzlicher Anziehungspunkt entstanden, der von der Bevölkerung bereits jetzt sehr gut angenommen werde, teilt die Gemeindeverwaltung mit. Deshalb stellte der Bauhof vor kurzem zwei Bänke auf.

Verlegung dient auch Hochwasserschutz

Mit der Renaturierung des Kochers wurde die EU-Vorgabe umgesetzt, den Fluss an besagter Stelle ökologisch durchgängig zu machen. Fische, wirbellose Gewässertiere, Algen, Wasserpflanzen und Kleinstlebewesen können nun flussaufwärts wandern. Zudem wurde ein Teich auf dem bisherigen Kocherverlauf angelegt.

Das neue Flussbett wurde mäandrierend verlegt und ist dadurch 80 Meter länger. Insgesamt wurden 30.000 Kubikmeter Boden bewegt. Noch ausstehend ist die Uferbepflanzung. Die Verlegung des Kochers dient zudem dem Hochwasserschutz. Die reinen Baukosten belaufen sich auf rund 970.000 Euro. Da es sich beim Kocher laut Bayerischem Wassergesetz um ein Gewässer erster Ordnung, also um ein großes Gewässer handelt, ist das Land Baden-Württemberg für den Unterhalt zuständig. Die feierliche Einweihung findet im Oktober mit Regierungspräsident Johannes Schmalzl statt.

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