Jörg Schmidt gewinnt Wahl in Frankenhardt

Der Fichtenberger Kämmerer geht und der Schultes ist zufrieden. Zum dritten Mal seit 2006 hat ein Fichtenberger Amtsleiter einen Rathaussessel erobert. Jörg Schmidt wird Bürgermeister in Frankenhardt.

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Die Gratulanten stehen Schlange: Jörg Schmidt nimmt die Glückwünsche der Frankenhardter zur gewonnenen Wahl entgegen. Foto: Erwin Zoll

Roland Miola hat gefehlt, als sich am Sonntag die Gratulanten um Jörg Schmidt drängelten, der mit überwältigender Mehrheit zum Bürgermeister von Frankenhardt gewählt wurde. Dass der Fichtenberger Bürgermeister seinem Kämmerer nicht gratulieren konnte, hatte terminliche Gründe: Miola war unabkömmlich bei einer Veranstaltung.

Dass Jörg Schmidt die Wahl für sich entscheiden würde, daran hatte sein Chef freilich keine Zweifel, und seis nur aus statistischen Gründen. Denn die Erfahrung lehrt: Wenn Fichtenberger Verwaltungsleute bei Bürgermeisterwahlen antreten, dann gewinnen sie auch. Schmidt ist bereits der dritte Fichtenberger Amtsleiter in Miolas Amtszeit, der auf einen Bürgermeistersessel wechseln wird. Tobias Heizmann, Hauptamtsleiter in Fichtenberg von 2001 bis 2003, wurde im November 2006 zum Bürgermeister von Schönaich gewählt; sein Nachfolger Martin Holschuh eroberte im Juli 2011 das Rathaus von Schutterwald.

Miola hat Schmidt am späten Abend noch telefonisch erreicht und ihm gratuliert. Schmidts Kolleginnen aus dem Fichtenberger Rathauses hatten es sich freilich nicht nehmen lassen, mit einer Flasche Sekt zur Wahlparty nach Frankenhardt zu fahren. Beziehungsweise zu den Wahlparties. Wo der frisch gewählte Bürgermeister auch hinkam, traf er auf feiernde Frankenhardter in bester Stimmung: An den Stammtischen der Wirtschaften in Gründelhardt, Honhardt, Waldbuch, Mainkling und im Vereinsheim des SV Gründelhardt-Oberspeltach wurde auf den Wahlsieg des 33-jährigen Diplomverwaltungswirtes angestoßen.

Nach dem sechswöchigen, intensiv geführten Wahlkampf hat Schmidt sich gestern eine Pause gegönnt. Seit heute sitzt er wieder an seinem Schreibtisch in Fichtenberg und arbeitet an der Jahresrechnung. Seine Amtszeit in Fichtenberg endet am 27. Juni; am 28. Juni wird er in sein Amt eingesetzt, gleichzeitig wird sein Vorgänger Willi Karle in den Ruhestand verabschiedet. Und am 1. Juli hat Schmidt dann seinen ersten Arbeitstag als Schultes. Gemeinschaftsschule, die Kinderbetreuung, Windkraft und die Breitbandversorgung in den kleineren Orten sind die Themen, denen er sich zuerst widmen will. Willi Karle habe ein gutes Fundament ohne offene Baustellen hinterlassen, betont Schmidt.

Ein paar Tage Urlaub hat Jörg Schmidt noch übrig, die will er bis dahin nehmen, und außerdem will er seinen Nachfolger in der Fichtenberger Bürgermeisterschmiede einarbeiten. Der soll bereits im Mai vom Gemeinderat bestimmt werden. Die Stelle werde noch in dieser Woche ausgeschrieben, kündigte Roland Miola gestern an, "das ist alles eingetaktet".

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Bürgermeisterwahl in Frankenhardt

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