Jahreshauptversammlung der Gaildorfer Feuerwehr: Stolz auf Ausbildung

Die Gaildorfer Feuerwehr mit ihren vier Abteilungen ist dem Anspruch, der heute an eine moderne freiwillige Feuerwehr gestellt wird, zu jeder Zeit gerecht geworden, so das Fazit für das Jahr 2013.

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  • Stadtbrandmeister Stefan Dwornitzak ist mit der Arbeit seiner Feuerwehr zufrieden. 1/2
    Stadtbrandmeister Stefan Dwornitzak ist mit der Arbeit seiner Feuerwehr zufrieden. Foto: 
  • Geehrte mit dem Kreisbrandmeister (von links): Martin Köder, Stefan Dwornitzak, Klaus Wahl, Diethard Ellinger, Martin Wirth, Jürgen Mors. 2/2
    Geehrte mit dem Kreisbrandmeister (von links): Martin Köder, Stefan Dwornitzak, Klaus Wahl, Diethard Ellinger, Martin Wirth, Jürgen Mors. Foto: 
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Bei der Jahreshauptversammlung der Gaildorfer Feuerwehr in der Unterroter Festhalle zog Stadtbrandmeister Stefan Dwornitzak im Beisein zahlreicher Ehrengäste ein positives Fazit. Die Gaildorfer Feuerwehr habe mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz Menschen und Tiere gerettet, Sachwerte und die Umwelt geschützt und dadurch größeren Schaden verhindert.

Sie war stets rechtzeitig zur Stelle, wenn sie gebraucht wurde, sei es in der eigenen Stadt oder bei der Überlandhilfe. Sie setzt ihre Fahrzeuge und Ausrüstung im Wert von mehreren Millionen Euro sorgfältig und effektiv ein und hält den Ausbildungsstand auf einem hohen Niveau. Hinter diesen Aussagen verbirgt sich allerdings weitaus mehr, als man auf den ersten Blick erkennen kann. So muss bei jedem Einsatz, egal welcher Art, gewährleistet sein, dass genügend Personal zur Verfügung steht.

Die Gaildorfer Wehr verliert in zehn Jahren 50 Kräfte

Mit 175 Einsatzkräften, verteilt auf vier Abteilungen, jeder mit einem Funkmeldeempfänger ausgestattet, gelang das 2013 sehr gut. Dwornitzak wagte einen Blick in die Zukunft, der allerdings eher nachdenklich stimmt. Wie bedeutsam die Rekrutierung von Einsatzkräften in den nächsten Jahren wird, belegen Hochrechnungen zur Personalsituation im Rahmen des Gaildorfer Brandschutzbedarfsplans. Die Gaildorfer Wehr wird, so die Prognose, in den nächsten 10 bis 12 Jahren fast 50 Einsatzkräfte alleine an die Altersabteilung verlieren, deren Verlust nicht durch Neuzugänge ausgeglichen werden kann. Der demografische Wandel lässt auch bei der Feuerwehr grüßen.

Besonders stolz ist der Gaildorfer Feuerwehrchef auf den Ausbildungsstandard seiner Mannschaft. Dieser sei nämlich groß, auch deshalb, weil die Fortbildungs- und Übungsmaßnahmen rege besucht werden. War in den letzten Jahren die Standardeinsatzregel Brand immer wieder Grundlage der Übungsdienste, so wird dieses Jahr der Schwerpunkt auf die Standardeinsatzregel Gefahrgut gelegt. Die Notwendigkeit wurde mit dem Einsatz am Montag in der Realschule mit acht Leichtverletzten wieder vor Augen geführt.

2013 war für die Gaildorfer Feuerwehrleute ein relativ ruhiges Einsatzjahr. Unter den 75 Einsätzen finden sich 23 Feuersicherheitswachen, vier sonstige Einsätze und 48 Alarmeinsätze wieder. Die 48 Alarmeinsätze wiederum gliedern sich in 24 Hilfeleistungs-Einsätze, 14 Brände und 10 Fehlalarme. Bei den Einsätzen konnten sechs Personen und eine Katze gerettet werden. Beim Brand der Trafostation am Brandenburger Törle mit dem verbundenen Stromausfall zeigte sich, wie empfindlich die Bevölkerung auf einen Störfall reagiert, wenn die sonst intakte Infrastruktur der Stadt, auch wenn es nur für wenige Minuten ist, zum Erliegen kommt.

Doch was geschieht, wenn der Fall eintritt, dass diese Störung für mehrere Stunden oder sogar Tage eintritt, so Stefan Dwornitzak und schob gleich die Antwort nach: "Die Stadtverwaltung ist meines Erachtens gut beraten, wenn sie mittelfristig ein Krisenmanagement beispielsweise in Form eines Stabes für außergewöhnliche Ereignisse installiert, der dabei das administrative Handeln der Verwaltung koordiniert."

In zehn Minuten vor Ort

Zum Abschluss seines Jahresberichts erläuterte der Stadtbrandmeister noch einmal den Brandschutzbedarfsplan 2020. Die Umsetzung dieses Plans ermöglicht, dass die Feuerwehr Gaildorf auch im kommenden Jahrzehnt an Schlagkraft nichts einbüßen wird und weiterhin eine leistungsfähige Feuerwehr stellt.

Konkret heißt das: Die Bündelung aller noch auf acht Standorte verteilten Einsatzkräfte, Fahrzeuge und Geräte auf nur noch zwei neue Standorte am Stadtrand, jeweils im Süden und Norden bis zum Jahr 2020 garantiert weiter die Einhaltung der Hilfsfrist von zehn Minuten mit einem Erreichungsgrad von 96 Prozent der Bevölkerung.

Mit diesen zwei neuen Feuerwachen wird zukünftig eine doppelte Abdeckung des Bereiches der Stadt mit dem höchsten Einsatzaufkommen der vergangenen zehn Jahre erreicht, denn 50 Prozent der Einsätze waren alleine im Kernstadtbereich.

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