INTERVIEW: "Offen für alte Leute"

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Josef Weis

Was hat, aus Ihrer Sicht, Oberrot für Senioren zu bieten?

JOSEF WEIS: Oberrot hat viele Seniorenheime. So besteht die Möglichkeit vor Ort unterzukommen. Schön ist auch, dass man gleich in der Natur ist. Ich glaube, die Oberroter Bevölkerung ist offen für alte Leute. Allerdings muss man, speziell wie ich als Schwerbehinderter, auf sie zugehen.

Sind die Angebote des öffentlichen Personennahverkehrs ausreichend?

Das Bussystem hat sich sehr gut entwickelt. Das ging los mit dem Ausbau von Realschule und Gymnasium. Mit dem Bus kommt man auch vom letzten Nest heim. Ich fahre immer mit dem Bus nach Gaildorf. Man kann aber auch mit anderen Leuten fahren. Die muss man natürlich von sich aus anstoßen.

Was fehlt für Senioren in Oberrot?

Es gibt ein paar Leute, die machen Besuche im Altenheim. Das ist gut so. Es ist unglaublich, wie einsam manche im Heim sind. Ich bin darüber immer erschrocken, wenn ich jemanden besucht habe. Grundsätzlich meine ich, dass die Alten mehr zusammenhalten sollten. Wir sollten uns als Alte mehr umeinander kümmern. Dass die ältere Generation hofft, dass die Jüngeren einspringen, ist ein Trugschluss. Das Alter muss lernen, sich auf sich selber zu besinnen. Es haut nicht immer hin, sich auf die Kinder zu verlassen. Früher war das ein anderes Verständnis. Die Großfamilie war eine Gemeinschaft. Aber das ist auch nicht ohne Reibungen abgelaufen. Was die Alten betrifft, sollten diese ihre Bedürfnisse herausfinden. Das funktioniert natürlich nur, wenn sie miteinander reden.

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