Internationales Team im Einsatz

So was nennt man internationales Teamwork. Sieben Männer aus sechs Nationen bauen mit großer Einsatzfreude neue Regale für die Kleiderkammer im ehemaligen Schwesternwohnheim in Gaildorf.

|

Im Untergeschoss des großen Wohnhauses in der Berliner Straße 13, dem ehemaligen Schwesternwohnheim, hat der Gaildorfer Freundeskreis Asyl Lager und Ausgabestelle für Kleider und Schuhe eingerichtet. Um alles ordentlich und übersichtlich anordnen zu können, mussten Regale her. Freundeskreis-Mitarbeiter Martin Bohn wurde bei der Firma Stephan Holzbau vorstellig, und die war sofort bereit, 80 Quadratmeter OSB-Platten zu stiften. Das Werkzeug stellte der Freundeskreis und mit Martin Bohn und Uli Bauer auch die "Kapos". Die Arbeit ging flott voran, zumal auch ein gelernter Schreiner aus Syrien mit Hand anlegte. Natürlich wurde Deutsch geredet - für die jungen Männer aus aller Herren Länder ein weiterer Lerneffekt. Sie kamen aus Syrien, Pakistan, Afghanistan, Bosnien und dem Kosovo nach Gaildorf, um hier oder anderswo in Deutschland in Frieden leben zu können.

Die Freude, anpacken und etwas leisten zu dürfen, war den jungen Männern anzumerken. Alle seien engagiert, willig und interessiert daran, etwas zu tun, sagte Dr. Ulrich Bauer. Früher als Chirurg und Chefarzt im Gaildorfer Krankenhaus tätig, engagiert er sich heute neben seinen ärztlichen Einsätzen für die Ärmsten in Afrika auch für die Asylsuchenden vor Ort. Er kann sich vorstellen, eine Art Männertreff einzurichten, um sich gegenseitig kennen zu lernen, Ausbildungsgänge zu besprechen oder ähnliche Dinge. Es würde Deutsch gesprochen, was dann auch eine gute Gelegenheit für die Teilnehmer wäre, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern.

Freundeskreis-Mitarbeiterin Monika Hahn ist derweil auf der Suche nach Frauen, die bereit sind, zwei bis drei Mal im Monat für wenige Stunden in der Kleiderkammer mitzuarbeiten. Hier werden die Kleiderspenden gesichtet, gerichtet und ausgegeben. Für Kleiderspenden ist Monika Hahn dankbar, sie bittet aber darum, diese nicht einfach so vor dem Haus abzustellen, sondern mit ihr oder anderen Mitarbeitern des Freundeskreises vorab Kontakt aufzunehmen.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Generation 60 plus ist dran

Jürgen Feller hat Druck gemacht: Im September hört er auf. Er hat Erfolg gehabt. Acht Mann übernehmen seine Arbeit im Bürgerbüro Gschwend. weiter lesen