In Schule als Notlager evakuiert

Neun Oberroter Pfadfinder machten sich zum Bundeslager auf. Über eine Woche lang erlebten sie Abenteuer und lernten dazu.

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Die neun Oberroter mit ihren Pfadfinder-Kameraden beim Bundeszeltlager: Das Wetter sorgt für ein richtiges Abenteuer. ´  Foto: 

Eingeteilt in Kochgruppen zusammen mit dem VCP Großdeinbach und dessen Partnergruppe aus Schweden, tauschten sich die Oberroter viel aus. Dazu gehörten nicht nur schwedische Gebräuche, sondern auch die effektive Art und Weise der Großdeinbacher, ihre Kinder zu wecken. Besonders begeistert waren die Oberroter aber vom schwedischen Allemansrätten - zu deutsch Jedermannsrecht, welches erlaubt, fast überall zu zelten, solange man auf dem Grundstück nichts beschädigt.

Natürlich wurde auch auf diesem Lager "gehaikt", also gewandert, denn die Schwäbische Alb hält viele Überraschungen für Wanderer bereit. So lautete einer der ersten Ausrufe, als die Gruppe beim Blautopf ankam: "Der ist ja wirklich blau! Ich dachte, der heißt nur so." Dort wurde kurzerhand beschlossen, dass die Haikroute, die anfangs geplant wurde, abgeändert wird: Man wollte sich den Pfad lieber selbst suchen. Mit einem kleinen Umweg schafften das die Pfadfinder auch, und sie kamen pünktlich auf dem Lagerplatz an.

Kaum aus dem Bus ausgestiegen, hieß es schon wieder Sachen packen. Auf Grund einer Sturmwarnung wurde das gesamte Lager evakuiert. In Feuerwehrwagen ging es in das Menzinger Gymnasium, wo die Pfadis die Nacht verbrachten.

Trotz zu wenig Decken und dem Unwetter ließ sich keiner der 750 Teilnehmer des Bundeslagers im Notquartier in der Schule die Laune vermiesen. Gitarrenlieder schallten durch die sonst in den Ferien leeren Flure, Spielerunden bildeten sich - und manchmal schallte der Ausruf "Evakuierung ist nur einmal im Jahr!" als "Running Gag" des Lagers durch die Räume. Man freundete sich mit anderen Stämmen an und genoss es, das einzige Zimmer mit Radio und Kaffeeautomaten erwischt zu haben.

Groß war die Freude, als man bei ruhigem Wetter wieder auf dem Zeltplatz war, dass nur ein paar Zelte am Rand des Lagers umgekippt waren. Die Oberroter und Großdeinbacher Zelte waren allesamt stehen geblieben. Die restlichen Tage im Lager vergingen schneller, als man es sich wünschte - wenn da nicht ein Ananasjoghurt gewesen wäre. Doch bald schon saß man im Zug nach Hause. Dieses abenteuerreiche Lager wird so schnell keiner vom VCP Oberrot vergessen.

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