In Ottendorf bleibt die Ampel wie sie jetzt ist - 10.000 Euro wurden bisher ausgegeben

In Ottendorf wird es keine signalisierte Lückenampel geben. Das drohende Dauer-Rot in der Spöcker Straße ist nach der Sitzung des Bezirksbeirats am Montag wohl endgültig vom Tisch.

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Nur wer länger an der Einmündung der Spöcker Straße in Ottendorf steht, schaltet über die Anforderungsschleife die Ampel ein. So soll es jetzt bleiben und auf eine Ampel mit Dauer-Rot an dieser Stelle verzichtet werden.  Foto: 

Wäre es nach den Planern des Haller Landratsamtes gegangen, die Kreuzung bei der Ottendorfer Kirche hätte eine signalisierte Lückenampel erhalten - wie sie bereits in Kleinaltdorf besteht. Die Folge: Alle Autofahrer auf der Spöcker Straße hätten am neuen Ampelmast zunächst "rot" gesehen. Ehe dann der Verkehr auf der Bundesstraße 19 zum Stehen kommt. Zum Vergleich: Bisher lösen deutlich weniger als die Hälfte aller Autofahrer aus der Spöcker Straße über die Anforderungsschleife das rote Licht an der Ampel der B19 aus und unterbrechen so den Verkehrsfluss auf der Bundesstraße.

Marcel Haderer vom Amt für Straßenbau und Nahverkehr im Haller Landratsamt versuchte bei der Sitzung des Ottendorfers Bezirksbeirats, die Gründe für die bereits umgesetzte und die noch ausstehende Planung zu erläutern. Durch das seit 2005 installierte gelbe Blinklicht sei für Autofahrer auf der Spöcker Straße nicht klar gewesen, welches Signal die Ampel für den Durchgangsverkehr auf der B19 zeigt. Nun sei Klarheit geschaffen, meinte Haderer. Obgleich jetzt der aus Spöck herannahende Verkehr statt des Blinklichts eine grüne Ampel sieht. Diese gilt aber nicht für ihn, sondern für den Durchgangsverkehr auf der B19.

Die Bezirksbeiräte wollten sich damit aber nicht weiter aufhalten. Zumal Haderer signalisierte: "Wir sind für Wünsche offen. Es besteht kein großer Handlungsbedarf." Dass eigentlich gar kein Handlungsbedarf bestanden hat, überhaupt eine Änderung vorzunehmen, darin war sich Frank Stettner mit wohl allen Räte und Zuhörern einig: "Wir waren mit der Ampel zufrieden."

Das Geld ist ausgegeben

Doch der Weg zurück und das gelbe Blinklicht wieder anschrauben, dass sei nicht möglich. Hinter den jetzt geschaffenen so genannten Vollschutz für Fußgänger könne nicht mehr zurückgegangen werden, führte Haderer aus. Mit der bereits erfolgten Umrüstung der Ampelanlage sei die Änderung notwendig geworden. Was im Umkehrschluss auch bedeutet: Ohne die Änderung wäre auch die 10.000 Euro teure Umrüstung nicht notwendig geworden.

Das Geld ist aber ausgegeben und Tatsachen sind geschaffen worden. Deshalb ging es für die Bezirksbeiräte wie auch für die anwesenden Ottendorfer es in der Sitzung darum, nun die bestmöglich Lösung zu finden. Nachdem durch mehrere Räte einer Ampel in der Spöcker Straße wie auch einer in der gegenüber einmündenden Kocherstraße eine Absage erteilt worden war, wurden zusammen mit den Zuhörern Vorschläge diskutiert. Es ging darum, wie eine sinnvolle Schaltung der Ampelanlage aussehen könnte. Eine Reihe von Anregungen nahm Haderer mit ins Landratsamt mit. Die Ottendorfer sind jetzt gespannt, was aus ihren Vorschlägen wird.

Die Lückenampel
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