Gschwender weihen Halle ein – Bevölkerung freut sich

Kaum ein anderes kommunales Projekt stand in den letzten Jahren mehr im Fokus der Gschwender Einwohner als die Sanierung und Modernisierung ihrer Gemeindehalle. Am Samstag wurde sie unter großer Beteiligung der Bevölkerung feierlich wiedereröffnet. <i>Mit Bildergalerie.</i>

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  • Rund 3,9 Millionen Euro Projektkosten: Architekt Jochen Wilfert mit Gschwends Bürgermeisterin Rosalinde Kottmann. Eine Tafel wird an das gelungene Vorhaben erinnern. ? Weitere Bilder online unter www.swp.de/gaildorf 1/3
    Rund 3,9 Millionen Euro Projektkosten: Architekt Jochen Wilfert mit Gschwends Bürgermeisterin Rosalinde Kottmann. Eine Tafel wird an das gelungene Vorhaben erinnern. ? Weitere Bilder online unter www.swp.de/gaildorf Foto: 
  • Die Ehrengäste mit (von links) Murrhardts Bürgermeister Armin Mößner, Gschwends künftigem Bürgermeister Christoph Hald, Bundes-Staatssekretär Norbert Barthle sowie Ostalbkreis-Landrat Klaus Pavel. 2/3
    Die Ehrengäste mit (von links) Murrhardts Bürgermeister Armin Mößner, Gschwends künftigem Bürgermeister Christoph Hald, Bundes-Staatssekretär Norbert Barthle sowie Ostalbkreis-Landrat Klaus Pavel. Foto: 
  • Der Gschwender Musikverein demonstrierte, wie gut die ausgefeilte Akustik des Raumes ist. Auch der Chor der Heinrich-Prescher-Schule bereicherte den Festakt. Viele Gschwender Bürgerinnen und Bürger waren mit dabei. 3/3
    Der Gschwender Musikverein demonstrierte, wie gut die ausgefeilte Akustik des Raumes ist. Auch der Chor der Heinrich-Prescher-Schule bereicherte den Festakt. Viele Gschwender Bürgerinnen und Bürger waren mit dabei. Foto: 
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Kaum ein anderes kommunales Projekt stand in den letzten Jahren mehr im Fokus der Gschwender Einwohner als die Sanierung und Modernisierung ihrer Gemeindehalle. Am Samstag wurde sie unter großer Beteiligung der Bevölkerung feierlich wiedereröffnet.

In über 60 Jahren hat das Hallengebäude bei kulturellen und sportlichen Veranstaltungen gute Dienste geleistet. Immer deutlicher wurden altersschwache Erscheinungen an Gebäude und Einrichtung. Der Gemeinderat scheute sich nicht, nach reiflicher Überlegung für die Sanierung und Modernisierung der Gemeindehalle 3,9 Millionen Euro in die Hand zu nehmen und 2013 mit der Entwurfsplanung zu beginnen.

Handwerker, Politiker und die Bürgerschaft

Bürgermeisterin Rosalinde Kottmann dankte bei ihrer Begrüßung zum Festakt dem Ratsgremium besonders. Neben den Räten waren auch zahlreiche Vertreter umliegender Gemeinden, der am Bau beteiligten Planer, Firmen und Handwerker zur Wiederöffnungsfeier in die Gemeindehalle gekommen. Kreisräte, Staatssekretär Norbert Barthle, Landrat Klaus Pavel und Kottmanns Nachfolger im Amt, Christoph Hald, ließen es sich nicht nehmen, den Eröffnungsfeierlichkeiten beizuwohnen. Wie ihre Mitarbeiter in der Gemeindeverwaltung bezog sie die politischen Vertreter in ihre Dankesworte ein. Den neu gestalteten Hallenraum mit der freigelegten Dachträgerkonstruktion aus massiven Holzbalken und mit einem großzügig angelegten Bühnenraum füllten zahlreiche Besucher und Vertreter kultureller Einrichtungen in Gschwend.

Sie erlebten gleich zu Beginn der Feier die ausgefeilte Akustik des Raums, als der Musikverein mit einer Hymne den Festakt eröffnete, der auch vom Schulchor der Heinrich-Prescher-Schule locker umrahmt wurde.

Richtig gelungen sei das Bauwerk und mache die Halle einmalig, so das Kompliment von Landrat Klaus Pavel an die Architekten. Die „Bürgerhalle“, wie sie Pavel benannte, passe hervorragend zur hervorragenden Infrastruktur der Gemeinde. Nun gelte es, die Halle für vielfältige kulturelle Angebote zu nutzen. Wenn auch noch nicht ganz fertig, sei das Projekt ein Sahnehäubchen auf die zu Ende gehende Amtszeit von Rosalinde Kottmann. Damit spielte der Landrat auf die noch fehlende Außenkosmetik der Gemeindehalle an. Bereits eingangs hatte die Bürgermeisterin auf die landrätliche Unterstützung bei der Zuschussbeantragung verwiesen, die 1,5 Millionen Euro erbrachte.

Das Konzept gilt es nun mit Leben zu erfüllen

 Uneingeschränkt unterstützte Staatssekretär Nobert Barthle angesichts des prägnanten Innenraums der Halle die begeisterten Ausführungen des Landrats. Die gelungene Modernisierung sei Sinnbild für den Leitspruch „Wer Traditionen bewahren will, muss bereit sein für Veränderungen.“

In den Chor der löblichen Worte stimmte auch Martin Mühleis vom Bilderhaus-Verein ein. Eingebunden in Vergangenheit und Zukunft sind mit der überfälligen und notwendigen Modernisierung Grundlagen für die Zukunft Gschwends geschaffen worden. Den Gemeinderat lobte er für das „g’scheite Konzept“, das es nun gelte mit Leben zu erfüllen. Pfarrer Dr. Felix Mabiala ma Kubola von der katholischen Kirchengemeinde weihte das neu eröffnete Bauwerk mit einem Segensgebet.

Am Sonntag hatte die Bevölkerung Gelegenheit, nach einem Gottesdienst bei einem Tag der offenen Tür die Halle zu besichtigen. Die Jugendkapelle des Musikvereins und der Gesangverein Eintracht Frickenhofen mit seinem Chor „Neuer Wind“ bereicherten den Rundgang in der Gemeindehalle.
 

Richtig verliebt in das Projekt

Bekenntnis „Richtig verliebt“ in das gelungene Projekt zeigte sich auch Architekt Jochen Wilfert, der zusammen mit seinem Kollegen Rainer Wolf von der Planungs- und Bauleitungsgesellschaft Knecht in Ludwigsburg die Umsetzung der Planung begleitete.

Eindrucksvoll Dabei sei die imposante Dachkonstruktion Ansatzpunkt für das Planungskonzept gewesen, betonte der Architekt bei der symbolischen Schlüsselübergabe an Bürgermeisterin Kottmann.

Symbol Ein Schlüssel als Hefegebäck hätte nicht zu der renovierten Halle gepasst, so Wilfert. Dafür überreichte er eine transparente Tafel mit den Annalen des Hallengebäudes: „Gemeindehalle Gschwend – erbaut im Jahr 1950 unter Bürgermeister Karl Schmidt – saniert im Jahr 2016 unter Bürgermeisterin Rosalinde Kottmann – geplant und realisiert 2016 Knecht Ludwigsburg, Planungs- und Bauleitungsgesellschaft“. kr

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