Grünen-Landtagsabgeordnete Jutta Niemann auf Antrittsbesuch im Rottal

Jutta Niemann hat bei der Landtagswahl im Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe für die Grünen das Direktmandat geholt. Gestern besuchte die Abgeordnete zum ersten Mal in offizieller Mission die Gemeinde Oberrot.

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Oberrots Bürgermeister Daniel Bullinger (von links) zusammen mit Bernd Fritz, der Abgeordneten Jutta Niemann und Sonja Fritz von Wollknoll gestern in Neuhausen.  Foto: 

Für die 45-jährige Physikerin und langjährige Stadträtin aus Schwäbisch Hall war es der erste offizielle Besuch in Oberrot als Landtagsabgeordnete. Die Politikerin sah sich allerdings zu Beginn ihrer Visite gleich mit einem Problem konfrontiert. Niemann stand in Rosengarten und musste feststellen, dass die Landesstraße 1054 nach einer Rutschung (wir berichteten) für längere Zeit für den Verkehr gesperrt ist. Später war die Sanierung der wichtigen Verkehrsverbindung zwischen dem Rottal und Hall auch Thema einer Besprechung mit Oberrots Bürgermeister Daniel Bullinger.

Erste Station von Niemanns Besuch im Rottal war die Firma Wollknoll in Neuhausen. Die Abgeordnete interessierte sich für den Geschäftsbetrieb des Filz-Spezialisten mit umfangreichem Versandhandel und gut gebuchtem Seminarprogramm. Hier, so berichtete die Abgeordnete, habe sie auch schon mal Pantoffeln gefilzt.

Im Gespräch mit den Inhabern Bernd und Sonja Fritz wurde über die Bedeutung einer leistungsfähigen Internetanbindung für das Unternehmen gesprochen. Wollknoll verschickt jährlich rund 60 000 Pakete in alle Welt. Die Bestellung der Ware erfolge primär online. Die Geschäfte laufen gut, aber die vor Ort verfügbare Internetgeschwindigkeit sei viel zu gering. Selbst in einer Kombination aus Festnetzanschluss und Funktechnik LTE liege man in Neuhausen weit hinter den Möglichkeiten eines zeitgemäßen Glasfaseranschlusses zurück.

Bürgermeister Daniel Bullinger berichtete von den Aktivitäten der Gemeinde Oberrot, möglichst auch die vielen kleinen Teilorte mit schnellem Internet zu versorgen. An die Adresse der Abgeordneten appellierte Bullinger, dass man in Stuttgart doch die ans Land gestellten Förderanträge schneller bearbeiten möge. Niemann verspach, nachzuhaken.

Vor einem kurzen Besuch in den weißen Zeltpavillions, der heute und morgen in Neuhausen zu sehenden Abschlussausstellung der Filz-Akademie, wurde auch über Bürokratie gesprochen. Konkret ging es dabei um den hohen Aufwand, den Investoren treiben müssen, um zum Beispiel Fördermittel aus dem „Leader“-Programm der Europäischen Union zu erhalten.

Jutta Niemann machte sich fleißig Notizen und versprach, im Dialog zu bleiben. Schließlich sei man als gewählter Volksvertreter für diese Aufgaben da. Positiv bewertet wurde von ihrer Seite die Besetzung des Stuttgarter Regierungspräsidenten-Postens mit Wolfgang Reimer. Der Gaildorfer ist nicht nur Mitglied der Grünen, sondern habe auch ein ausgezeichnetes Gespür für die Bedürfnisse des ländlichen Raumes, stellte die Abgeordnete fest.

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