Großzügige Spende für den Schutz Trauernder

Die Überdachung der Aussegnungshalle auf dem Friedhof in Laufen rückt in greifbare Nähe. Ehrenbürgerin Heidrun Hansen unterstützt das Projekt.

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Bereits seit Jahren – unser Bild entstand bei einem Ortstermin 2009 – ist die Überdachung auf dem Friedhof Thema.  Foto: 

Die Erweiterung der Überdachung an der Aussegnungshalle in Laufen ist in greifbare Nähe gerückt. Die Berichte in der RUNDSCHAU und im Gemeindeblatt haben offensichtlich Wirkung gezeigt: Neben etlichen Spenden von Bürgern in Höhe von rund 2000 Euro hat Ehrenbürgerin Heidrun Hansen angekündigt, sich an den Baukosten zu beteiligen. 100.000 Euro, so berichtete Bürgermeister Markus Bock in der jüngsten Gemeinderatssitzung, würde sie dazugeben. Mit rund 17.000 Euro, die aus dem  Haushalt 2016 übrig sind, hat man ein ordentliches Budget, um zumindest den ersten Bauabschnitt zu bewältigen. Bock: „Das könnte machbar sein.“

Der Fokus soll zunächst auf die Überdachung gelegt werden. Die ist dringend nötig, denn bisher bietet das knapp 18 Quadratmeter große Dach der Aussegnungshalle gerade den engsten Familienangehörigen Platz. Die neue Überdachung ist mit 90 Quadratmetern Fläche groß genug, um auch den übrigen Trauergästen Schutz vor Sonne und Regen zu bieten.

Die Gemeinderäte entschieden sich für die Variante 3b und nahmen dabei auch die Anregung von Heidrun Hansen auf: Sie wünscht sich, dass die Überdachung nach Norden und Westen verglast wird, um Zugluft zu vermeiden. Zudem wird die Ecke abgegraben und mit einer Mauer gegen den Hang abgefangen. So kann auch dieser Bereich voll genutzt werden. Aktuell rechnet Architekt Manfred Schoch für den ersten Bauabschnitt, die eigentliche Überdachung, mit rund 90.000 Euro Baukosten, 30.000 Euro mehr als ursprünglich geplant. „So haben wir aber mit relativ geringen Mitteln eine deutliche Verbesserung“, erklärte er. Für den zweiten Abschnitt, dem Anbau einer barrierefreien Toilette und eines Umkleideraumes für den Pfarrer, sind rund 55.000 Euro veranschlagt, insgesamt sind also 145.000 Euro zusammenzubringen.

Noch ungeklärte Fragen

Mit Eigenleistungen und Zeit­spenden von Bürgern sowie Materialspenden der beteiligten Firmen ließe sich diese Summe, so Schoch, sicher verringern, denn zusätzliche Mittel aus dem Gemeindehaushalt gibt es nicht, der Etat von derzeit 119 000 Euro muss reichen.

Allerdings mahnte Schoch auch zur Vorsicht: „Wenn wir eine baurechtliche Genehmigung beantragen, kann es sein, dass auch der Bestand geprüft wird.“ Es könne durchaus sein, dass hier Forderungen der Behörden entstünden, denn der Aufbahrungsraum entspreche nicht mehr den heutigen Standards. „Das müssen wir im Auge behalten.“

Ob auch bei der höheren Bausumme eine beschränkte Ausschreibung möglich sei, so dass die örtlichen Baufirmen, die bereits ihre Unterstützung zugesagt haben, zum Zug kommen, wollte Gemeinderat Christoph Stier wissen. Kein Problem, meinte der Architekt: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir die Leistungen woanders günstiger bekommen. Und sie sind einfach wichtig, um die freiwilligen Helfer zu koordinieren.“

Solche werden weiterhin gesucht: Wer an dem Projekt mithelfen will, darf sich im Rathaus melden.

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