Gemeinde schafft Platz für Mitarbeiter und Material

Der Architekt Manfred Schoch stellt im Sulzbach-Laufener Gemeinderat die Pläne für den neuen Bauhof in Sulzbach-Laufen vor.

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Symbolbild Bauen purplequeue - Fotolia  Foto: 

Endlich Platz für alle Gerätschaften und Materialien – darauf freut sich Sulzbach-Laufens Bauhofchef Gerhard Nübel am meisten. „Wir haben noch so viel in Schule, Halle, Bunker und Kindergarten herumstehen – das glaubt man gar nicht!“ Derzeit sind die Platzverhältnisse im Bauhof nämlich eher begrenzt. Das soll aber bald anders werden.

Die Gemeinde kann künftig das Firmengelände von Reinhard Schneider und Willy Bauer nutzen. Zusammen mit den angrenzenden Grundstücken ergibt das 4000 Quadratmeter: Platz zur Genüge, ordentliche Arbeitsbedingungen auch im Winter in einer beheizten Halle und die Chance, die neuen Räume den Bedürfnissen des Bauhofs anzupassen. Der Standort im Industriegebiet verringert zudem Lärmbelästigung.

In den vergangenen Wochen haben Bauhofmitarbeiter, Gemeinderäte und Architekt Manfred Schoch in Wüstenrot und Gaildorf „gespickelt“ und sich mit den Beschäftigten unterhalten.

Das Ergebnis präsentierte Schoch nun dem Gemeinderat als ersten Entwurf. Während in der oberen Halle eine Maler- und Schreinerwerkstatt mit Materiallager im überdachten Zwischenraum entstehen kann, soll die untere, größere Halle als Schaltzentrale dienen. Hier sieht der Architekt Hochlager, Büro, Personalbereich und Kleinteilelager sowie Materiallager fürs Wasserwerk und eine Kfz-Werkstatt vor. Dahinter führt ein neues Tor zum Waschplatz, der mit sechs mal zehn Metern so groß ist, dass auch mal ein Feuerwehrauto geschrubbt werden kann. Richtung Ausgang schließt sich ein Kleingerätelager an. Ein neues Gebäude gegenüber enthält fünf Garagen für Großgeräte. Auf Wunsch der Bauhofmitarbeiter sind sie mit zehn Metern so tief bemessen, dass im hinteren Bereich auch Geräte wie der Schneepflug gelagert werden können.

Hinter der oberen Halle mit ordentlich Platz zum Rangieren sieht der Planer die Salzsilos vor. Sie können im 45-Grad-Winkel angefahren werden. Daneben sollen ein freier und ein überdachter Lagerplatz sowie fünf Schüttboxen entstehen, die zum Teil in den Hang hineingebaut werden. Es folgen drei Container, die komfortabel in den Boden eingelassen werden, und schließlich drei Garagen für kleinere Fahrzeuge. Das Ganze wird mit einem Grüngürtel umfasst, ein großes Tor mit separatem Durchgang schließt das Gelände zur Straße hin ab. Vor der größeren Halle sollen zudem acht Parkplätze entstehen. Möglichkeiten zur Erweiterung sind  dennoch vorhanden.

Änderungswünsche

Die Gemeinderäte zeigten sich von den Plänen angetan, hatten aber dennoch einige Änderungsvorschläge. Vor allem an den Personalräumen sowie am Waschplatz entzündete sich die Debatte. Zu dunkel und als Durchgangsraum nicht unbedingt ansprechend empfand Sabine Mertzlufft den geplanten Pausenraum. „Die Mitarbeiter werden zusammengepfercht. Da sparen wir am falschen Ende.“ Das will Schoch bei seinen weiteren Planungen berücksichtigen – ebenso einen Besprechungsraum, den sich Bauhofchef Nübel wünscht. Toiletten, Duschen, Umkleideräume und ein Trockenraum kommen in einen Anbau an den bestehenden Bürotrakt, das Flachdach darüber soll mit einer Stahlkonstruktion so erweitert und verstärkt werden, dass es uneingeschränkt als Lager dienen kann.

Erneute Beratung im September

Hans Moll stört, dass der Waschplatz direkt ans Gebäude anschließt. Er fürchtet, dass die Wand der Halle durch die Nässe Schaden nehmen könnte. Den Bauhofmitarbeitern jedoch gefällt die Idee: So haben sie kurze Wege, der Platz ist windgeschützt – und der Hochdruckreiniger kann schnell frostsicher verstaut werden. Gegen die Nässe, so Schoch, gebe es außerdem entsprechende Folien und Rolltore.

Schoch hat nun Zeit bis zur Septembersitzung, um alle Anregungen einzuarbeiten und die Pläne sowie erste Kostenschätzungen erneut vorzustellen. So bleibt Zeit genug, um einen ELR-Antrag zu stellen und entsprechende Mittel in den Haushalt 2018 einzustellen – wobei Bürgermeister Bock darum bat, den Umbau möglichst in zwei Abschnitten zu bewerkstelligen, sodass man die Kosten auf zwei Jahre verteilen kann.

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