Gelände-Modellierung erspart 1500 Lastwagen-Transporte

Von der Baustelle für das Unterbecken des Naturstromspeichers Gaildorf muss nun weniger Erdaushub weggekarrt werden. Das Material wird für die Modellierung des Geländes verwendet.

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Auf die für Bürger unangenehmen Begleiterscheinungen beim Bau des Unterbeckens für den Gaildorfer Naturstromspeicher blicken auch die Projektverantwortlichen nur ungern zurück: Durch den Abtransport von Erdaushub ist nicht nur der Verkehr zwischen der Baustelle entlang der Bundesstraße 298 und den Deponien jenseits der Limpurger Berge erheblich beeinträchtigt worden. Auch die teilweise gravierende Verschmutzung der Straßen hatte für großen Unmut im Zentrum des Limpurger Landes gesorgt (wir haben mehrfach berichtet).

Biotop untersucht

Um den Lastwagenverkehr erheblich zu reduzieren, hatte die Naturspeicher GmbH angekündigt, einen Großteil des Erdaushubs dazu verwenden zu wollen, das Gelände rund um den künftigen See zu modellieren. Für den ersten Bauabschnitt im südlichen Bereich liegt die Genehmigung des Landratsamts Schwäbisch Hall seit Ende August vor. Nun folgt Abschnitt Nummer zwei für den nördlichen Teil. Den Bauantrag dafür hat das Unternehmen eingereicht – erst relativ spät, weil das Ergebnis weiterer Untersuchungen in artenschutzrechtlicher Hinsicht abgewartet werden musste. Denn in diesem Gebiet liegt das Biotop mit der amtlichen Bezeichnung „Feldgehölz südlich Gaildorf“.

Details zur geplanten Modellierung konnte Bauleiter Johannes Kaltner nun dem Technischen Ausschuss des Gemeinderats erläutern, der am Mittwochabend über die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens zu beraten und befinden hatte – und am Ende einstimmig für ein solches plädierte. Dem Antrag zufolge wird durch die Maßnahme die Zahl der Lastwagentransporte erheblich verringert. Durch die Verwendung des Erdaushubs für die Modellierung müssten 22 888 Kubikmeter weniger weggekarrt werden. Dies entspreche dann 1526 Fahrten, auf die man verzichten könne.

Umgehung nicht beeinträchtigt

Der Aushub werde nun „qualifiziert“ eingebaut, versicherte Kaltner auch mit Blick auf den Bau der Umgehungsstraße, die laut derzeit vorliegender Planungsunterlagen das um etwa einen Meter angehobene Unterbecken-Gelände berührt. Mit dem Regierungspräsidium Stuttgart habe man darüber bereits gesprochen. Auf jeden Fall, so Kaltner, werde der Bau der Straße durch die Aufschüttung nicht beeinträchtigt.

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