Geführte Wanderungen der Albvereinsortsgruppen Laufen, Sulzbach und Bühlerzell

Der "Tag des Baumes" am vergangenen Sonntag wurde in Sulzbach-Laufen gebührend berücksichtigt. Die Albvereinsortsgruppen Laufen, Sulzbach und Bühlerzell unternahmen eine gemeinsame Wanderung.

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Mit Stiftungsförster Manfred Rehm (ganz rechts) am Christof-Wagner-Gedenkstein bei der Suhlhaldenhütte.  Foto: 

Auf der traditionellen wald- und naturpädagogischen Wanderung der drei Albvereinsortsgruppen ging es mit Forstdirektor Hermann Kirschstein und den Förstern Helmut Hähnle und Manfred Rehm auf unterschiedlichen Routen durch den Wald der Pücklerschen Stiftungsverwaltung oberhalb des Sulzbacher Teilorts Altschmiedelfeld.

Bei bestem Wanderwetter begrüßte Silvia Wahl, die Vorsitzende des Albvereins Sulzbach, 39 Kinder und Jugendliche sowie 103 Erwachsene in der Ortsmitte von Altschmiedelfeld. Die erwähnten Forstleute sowie Matthias Rebel, der Leiter der Pücklerschen Stiftungsverwaltung, gaben zur Begrüßung einen Einblick in ihre Aufgaben, Umweltaspekte in der Forstwirtschaft und die forsttechnischen Betriebsgebäude. Sie bilden einen idealen Standpunkt in der Mitte der beiden gegenüberliegenden Forstreviere von Helmut Hähnle (Eisbachrevier) und Manfred Rehm (Osterbachrevier). Die Pücklerschen Waldungen links und rechts des Kochers zwischen Gaildorf-Münster und Sulzbach respektive zwischen Schönberg, Rotenhar und Altschmiedelfeld erstrecken sich über eine Gesamtfläche von rund 1700 Hektar.

Nun konnten die Wanderer wählen

Ganz entspannt fuhren einige mit dem Pückler-Bus-Shuttle direkt zum Treffpunkt an die Wolkensteinhütte. Eine zweite Gruppe wanderte mit Stiftungsförster Manfred Rehm in seinem "Osterbachrevier" und erfuhr Interessantes über die Namen der Waldwege, Biotope, Nistkästen und die charakteristischen Pücklerschen Eichenstreifen, die gepflanzt werden, um die dahinter liegenden Bäume zu schützen. Über den sogenannten Damenweg verlief die Tour von der Suhlhaldehütte auf den Spuren von Christof Wagner. Am Christof-Wagner-Gedenkstein erinnerte Förster Rehm an den Forstmann, der von 1896 bis 1902 Gräflicher Oberförster war und die Gefahren des damals praktizierten Großschlags erkannte.

Mit dem System des Blendersaumschlages entwickelte Wagner eine Form von naturnaher Waldbewirtschaftung. Damit wurden natürlich begründete Mischbestände geschaffen, die sich als sehr widerstandsfähig erweisen sollten. Noch heute wird dieses Verfahren angewandt. Am Wegesrand grüßten verschiedene Frühblüher und bei herrlichem Sonnenschein trieben bereits die Buchen aus und spitzten ihre dicken Knospen.

Panoramablick auf Bröckingen

Etwas abenteuerlicher stieg die dritte Gruppe mit Forstdirektor Kirschstein und Förster Hähnle über steile Klingen zur Wolkensteinhütte hoch. Zwei Lagerfeuer luden dort zum Grillen ein, es gab Getränke und selbstgemachten Most von Wilhelm Eichele aus Altschmiedelfeld. Die Wolkensteinhütte trägt ihren Namen aufgrund des ehemaligen Hofguts Wolkenstein, das dort um 1500 entstanden war. Heute zeugen nur noch Mauerreste und ein Brunnenschacht davon.

Anschließend wanderte die imposante Gruppe weiter zu einem großen Erdrutsch am Rande des Dürrenbergs. Von dort hatte man einen Panoramablick auf Bröckingen, das Kochertal und das Limpurger Land.

Unterwegs kündete ein Gedenkstein von dem Naturfreund und langjährigen Leiter des einstigen staatlichen Forstamtes Gaildorf, Forstdirektor Peter John, der über 100 Kilometer neue Waldwege geplant und ausgeführt hat. Wie wertvoll diese Walderschließung für die Waldbesitzer einmal werden würde, zeigte sich erst so richtig nach den großen Stürmen, erklärte Forstdirektor Kirschstein. Ohne das gut ausgebaute Wegenetz wäre das Holz gar nicht aus den hiesigen Wäldern gekommen.

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