Gaildorfer Albverein: Zehn Tausender in zwei Tagen

30 Mitglieder des Schwäbischen Albvereins Ortsgruppe Gaildorf haben in zwei Tagen 30 Kilometer und 2000 Höhenmeter gemeistert. Am dritten Tag legten sie schließlich noch mal sieben Kilometer zurück.

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  • "Rauchröhren" werden diese imposanten Naturdenkmale genannt. 1/2
    "Rauchröhren" werden diese imposanten Naturdenkmale genannt. Foto: 
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    Die Wanderer aus Gaildorf am "Ödriegel". Foto: 
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Vor 15 Jahren schon führte Dieter Brust die Gaildorfer Albvereinler bei seiner ersten für die Ortsgruppe geplanten Mittelgebirgstour in den Bayerischen Wald. Diesmal plante er zusammen mit Wolfgang Bauer und dem schon bekannten bayerischen Wanderführer Siggi die "Haute Route" des Bayerwaldes von Bad Kötzting zum Großen Arber.

Zehn "Tausender" waren an zwei Tagen über eine Distanz von knapp 30 Kilometern und 2000 Höhenmetern zu meistern. Am ersten Tag starteten knapp 30 Teilnehmer von Reitenstein aus zunächst in Richtung Kötztinger Hütte. Der dichte Nadelwald ermöglichte trotz warmer Temperaturen einen angenehmen Aufstieg zum ersten Tausender, dem Kreuzfelsen. Unterhalb der Höhle des Räubers Heigl, der jahrelang Unterschlupf vor der Obrigkeit im Wald suchte, erzählte der ehemalige heimatverbundene Grenzbeamte Siggi schaurige Geschichten.

Nach dem am Weg liegenden Mittagstein (1034 Meter) erwartete die Kötztinger Hütte die Wanderer zu einer Einkehr. Highlight der weiteren Route waren das Naturwunder Rauchröhren. Hier ermöglichten Steinstufen den Durchgang in einem schmalen Spalt zwischen zwei riesigen Felstürmen. Am Ende eines langen Tages erreichten die Albvereinler den Ecker Sattel mit dem gemütlichen Gasthof als Übernachtungsziel.

Bei kühler Witterung waren am nächsten Wandertag die weiteren Tausender eine angenehme Herausforderung. Mühlriegel (1080 Meter), Ödriegel (1154 Meter) und Waldwiesenmarterl (1139 Meter) waren Stationen vor der Mittagspause im Forsthaus Schareben.

Nun auf neuer Route unterhalb des Hochsteins (1134 Meter) gelangte die Wandergruppe auf ehemaligen Holzabfuhrwegen wieder auf den Goldsteig, der zum Großen Arber (1456 Meter) führt. Der davor liegende Kleine Arber (1348 Meter) wurde zunächst auf dem "Schinderweg" bezwungen. An der Chamer Hütte vorbei war mit dem Großen Arber der zehnte Tausender erreicht.

Zum Ausklang der dreitägigen Wanderfahrt wurde der knapp sieben Kilometer lange Gebirgskamm "Hohen Bogen" durchquert, von dem aus die Strecke der beiden ersten Tage zu sehen war. An der Forstdiensthütte ging die Stippvisite in den Bayerischen Wald zu Ende.

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