Freier Blick von Schloss zu Schloss

Eine "große Freiraum-Qualität" sieht Landschaftsarchitekt Stefan Fromm im Sanierungsgebiet Stadtmitte IV.

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  • Für die Stadtsanierung Bereich "Stadtmitte IV Nördliches Kocherufer" legte der Gaildorfer Gemeinderat das Umsetzungskonzept vor. Der Entwurf des Stuttgarter Landschaftsarchitekturbüros Glück wird weiterverfolgt. Die Bilder zeigen den Blick vom Schloss-Steg auf die Schlosstreppe am Kocher (links) und den Gestaltungsplan Bereich Schlosspark beiderseits des Kochers. 1/3
    Für die Stadtsanierung Bereich "Stadtmitte IV Nördliches Kocherufer" legte der Gaildorfer Gemeinderat das Umsetzungskonzept vor. Der Entwurf des Stuttgarter Landschaftsarchitekturbüros Glück wird weiterverfolgt. Die Bilder zeigen den Blick vom Schloss-Steg auf die Schlosstreppe am Kocher (links) und den Gestaltungsplan Bereich Schlosspark beiderseits des Kochers.
  • Dies ist der Siegerentwurf des städtebaulichen und freiraum-planerischen Wettbewerbs. Der Gaildorfer Gemeinderat möchte dieses Konzept für das nördliche Kocherufer umsetzen. Auffallend sind dabei die uferbegleitenden Wege in verschiedenen Abständen zum Kocher und die vorgesehenen Sichtachsen (siehe auch kleines Bild). Zeichnungen: Statdverwaltung Gaildorf 2/3
    Dies ist der Siegerentwurf des städtebaulichen und freiraum-planerischen Wettbewerbs. Der Gaildorfer Gemeinderat möchte dieses Konzept für das nördliche Kocherufer umsetzen. Auffallend sind dabei die uferbegleitenden Wege in verschiedenen Abständen zum Kocher und die vorgesehenen Sichtachsen (siehe auch kleines Bild). Zeichnungen: Statdverwaltung Gaildorf
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Eine "große Freiraum-Qualität" sieht Landschaftsarchitekt Stefan Fromm im Sanierungsgebiet Stadtmitte IV. Der in einem städtebaulichen und freiraum-planerischen Wettbewerb preisgekrönte Entwurf des Büros Glück aus Stuttgart für den Bereich "Nördliches Kocherufer" soll Schritt für Schritt umgesetzt werden. Fromm erläuterte dem Gaildorfer Gemeinderat Details des Konzeptes (wir berichteten). Es sieht uferbegleitende Fußwege mit Baumreihen vor - in der Nähe des Kochers und mit etwas Abstand. So beginnt ein Weg an der Körhalle und zieht sich durch die Gärten. Bänder in Querrichtung (zum Beispiel am unteren und am oberen Sportplatz) verknüpfen diese Wege auch mit dem übergeordneten Fuß- und Radwegenetz. Die so genannte Kocherpromenade bildet den durchgängigen Hauptweg am Nordufer.

Fromm wies auch auf die entstehenden Sichtachsen hin. Die wohl markanteste ist die von (Neuem) Schloss zu (Altem) Schloss. Sie stellt eine Verbindung zwischen Rathaus und Innenstadt her. Zwischen dem Neuen Schloss (Rathaus) und dem Kocher ist ein Park vorgesehen, der die bestehenden Elemente des Schlossparks aufnehmen soll. Als Abschluss des neuen Schlossparks ist ein Schloss-Steg über den Kocher und eine Schlosstreppe ("Grüne Freitreppe") am Ufer vorgesehen. "Diese Treppe ist als Zugang zum Wasser gedacht", so Fromm. Er sieht nur geringe Eingriffe in den Fluss und hält eine Umsetzung trotz der strengeren Auflagen für Gewässer noch für möglich. Um diese Sichtachsen herzustellen, müsse "in den Gehölzbestand" eingegriffen werden, machte Fromm deutlich.

Auf der anderen Seite sieht der Entwurf eine Vielzahl neuer Bäume vor. So ist das als Flößerplatz bezeichnete (erweiterte) Hallengelände im Süden und Osten von Bäumen eingefasst. Im Norden und Osten stehen mit der Körhalle und der Viehzuchthalle Gebäude, die den Platz einfassen. Rund 100 Parkplätze soll die Fläche bieten. Die Unterführung unter der Schloßstraße entfällt. Der Entwurf schlägt vor, die Viehzuchthalle zu einer Markthalle umzubauen. "Neben der Markthalle wird zur Erinnerung an die Schenkung des Grafen Gottfried von Pückler-Limpurg eine Kunstskulptur aufgestellt. Die Verlängerung der Achse Markthalle/Brücke bildet als städtebauliche Ergänzung auf dem südlichen Kocherufer ein "Stadthaus". Dies bildet mit dem gegenüberliegenden heutigen Kaffeehaus das "Tor zur Altstadt", so die Planer.

Den westlichen Bereich bezeichnet das Landschaftsarchitekturbüro Glück als Sportpark, der durch Angebote für Kinder und für Senioren erweitert werden soll. Ebenso ist ein neuer Kunstrasensportplatz vorgesehen. Mit einem solchen Spielfeld hatte sich der Gemeinderat in der Vergangenheit schon mehrfach beschäftigt. Alle diesbezüglichen Planungen wurden aber verworfen.

Ähnlich verhält es sich mit den Überlegungen des Stuttgarter Büros zur Verlegung der (Schul-)Bushaltestellen. Sie schlagen dafür den Bereich nördlich der Realschule vor, womit die Schüler die Schloßstraße nicht mehr überqueren müssten. Im Januar 2006 sprachen sich aber der Gemeinderat und die Schulen einmütig gegen eine Lösung an dieser Stelle aus.

Der Entwurf werde, so die Landschaftsarchitektin Fromm, nun weiter konkretisiert - allerdings soll von der Grundstruktur nicht abgewichen werden.

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