Figen Özdemir aus Gaildorf erste deutsche Profiathletin in der neuen Bikiniklasse

In diesem Körper steckt Arbeit. Nicht umsonst hat Figen Özdemir aus Gaildorf die internationale Deutsche Meisterschaft in der Bikini-Klasse gewonnen. Nun greift sie als Profiathletin ins Bodybuilding-Geschäft ein.

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  • Figen Özdemir aus Gaildorf, Internationale Deutsche Meisterin in der neuen "Bikini-Klasse". Beim Training, unterstützt von Freund und Trainer Mario Rieger aus Fichtenberg. 1/2
    Figen Özdemir aus Gaildorf, Internationale Deutsche Meisterin in der neuen "Bikini-Klasse". Beim Training, unterstützt von Freund und Trainer Mario Rieger aus Fichtenberg. Foto: 
  • So sieht eine Biki-Athletin in Wettkampfform aus. 2/2
    So sieht eine Biki-Athletin in Wettkampfform aus. Foto: 
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So ein Erfolg kommt natürlich nicht von ungefähr.  Figen  Özdemir konnte sowohl in Ernährungsfragen oder im Training auf die langjährige Erfahrung ihres Freundes Mario Rieger vertrauen. Der Fichtenberger ist seit vielen Jahren in der Szene eine feste Größe, was unter anderem seine mehrmalige Präsenz bei den „Arnold Classic’s“ in den USA unterstreicht.

Rieger sah in der eben aus den Vereinigten Staaten „importierten“ Bikini-Klasse des Deutschen Bodybuilding und Fitness-Verbandes (DBFV) eine Chance für  Figen. Nachdem die 28-jährige Gaildorferin gleich auf Anhieb den Vizetitel der Baden-Württembergischen Meisterschaft sowie den vierten Platz der Deutschen Meisterschaft errungen hatte, wurde sie zur Herbstsaison zusammen mit Katrin Frank und Ramona Valerie Alb als eine der Top-Favoriten auf den Titel gehandelt.

„Die Vorbereitung lief sehr entspannt. Da  Figen mit mir zusammen den Fitness-Lifestyle lebt, ist sie auch stets in annehmbarer Form und benötigte zur Meisterschaftsvorbereitung nur wenige Wochen“, berichtet Mario Rieger. Da einige der Kampfrichter im Frühjahr der Meinung waren,  Figen wäre schon fast „zu definiert“, behielt das Paar seine „Cheat Days“, die Alles-Essen-Sonntage sogar bis zwei Wochen vor den Wettkämpfen bei. Auch einen ganz rapiden Kohlenhydratentzug mit anschließendem „Aufladen“ und dem damit verbundenen üblichen Entwässern gab es bei Figens Vorbereitung nicht. Um den Standard der Bikini-Klasse zu präsentieren, „ist es meiner persönlichen Meinung nach schwierig, ein positives und strahlendes Erscheinungsbild zu verkörpern, wenn man entwässert, ausgezehrt oder schlecht gelaunt auf der Bühne erscheint“, berichtet der in der Szene erfahrene Athlet und mehrfacher Titelträger in diesem Sport.

wer’s genau wissen möchte, wie man ernährungstechnisch zu so einem Körper kommt: „Supplementierung zur Ernährung ist enorm wichtig. Mit Wasser zubereitete Whey Deluxe Shakes, Lipo 100 sowie eine ausreichende Mineralstoff- und Vitaminzufuhr waren wie im Frühjahr schon Bestandteil von  Figens Diät“, verrät Rieger. Neben Ernährung, Training und Ausstrahlung sind in der Bikini-Klasse auch Make Up und Frisur wichtig. „Aber Disziplin und eiserner Wille ist auch in dieser Klasse gefragt“, meint Rieger und fügt hinzu: „Kurz mal einen Bikini und High Heels anziehen, sowie hübsches Aussehen alleine genügen nicht.“ Auf die Einführung der neuen Klasse gab es gleich ein positives Feedback. Selbst Skeptiker waren begeistert. Mittlerweile ist man in der Szene überzeugt, dass die neue Kategorie eine Bereicherung sein wird: „Es ist eine Klasse, die unseren geliebten Fitness- und Bodybuildingsport auf eine ganz neue und sehr schöne Art präsentiert und mit Sicherheit noch sehr viel mehr Anhänger dazu gewinnen lässt“, glaubt Rieger.

Die 28-jährige Athletin freut sich nun auf ihre Profi-Karriere und erinnert sich noch gut an das Ereignis, das der Schlüssel dazu war. Die Internationale Deutsche Meisterschaft in Wiesloch begann für Mario Rieger und  Figen Özdemir allerdings mit einer bösen Überraschung. Weil sie spät dran waren, wurde ihr Auto in einer Tiefgarage eingesperrt. „Mein ganzes Make Up, Bikini, meine Wettkampfschuhe, die vorbereiteten Mahlzeiten, spezielles Diätessen, alles war im Auto. Wir hatten nicht mal eine Zahnbürste“, berichtet  Figen. So mussten sich die beiden bis zum nächsten Tag mit einem bis 24 Uhr geöffnetem Supermarkt notdürftig aushelfen. Beim Wettkampf selbst waren dann starke Nerven gefragt. In der Bikini-Klasse mussten die Teilnehmerinnen mit ihrem Körper und sympathischen Wesen überzeugen. Das in anderen Klassen sonst so typische „Posen“ war nicht erwünscht. Im Nachhinein gab es für Figen  Özdemir neben Glückwünschen auch viel fachliche Anerkennung.

Als nächster Schritt ist die Vorbereitung auf zwei bis drei Profi-Veranstaltungen in den USA angesagt – je mehr Sponsorengelder zusammen kommen, je mehr Veranstaltungen können besucht werden.

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