Festival für die Landwirtschaft

Einen relativ spontanen Kurztrip unternahmen 27 Jungzüchter und Rinderzüchter aus dem Limpurger Land zur interessanten österreichischen Bundesfleckviehschau nach Rotholz ins schöne Tirol.

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Die Limpurger Jungzüchter mit dem gastfreundlichen Ehepaar Misslinger. Foto: ub

Auf der Hinfahrt gab es erst einmal ein Highlight, denn die Heimat des deutschen Meisters FC Bayern München, die Allianz Arena, wurde in einer zweistündigen VIP-Führung ausgiebig besichtigt. Selbst jemand der kein Fußball-Fan ist, kam bei dem imposanten Bauwerk ins Staunen. Neben der Besichtigung der Bayern-Kabine durften die Jungzüchter auch auf die Ehrentribüne, in den VIP-Bereich und ins Innere der Arena. Dass der Rasen, der Dank einer "Solarium Anlage" nur alle 15 Monate auswechselt werden muss, keine Wiese ist, die man einfach so betritt, merkten die Teilnehmer bald als jemand das Heiligtum mit einer halben Schuhlänge betrat und der Guide darauf rasch die Teilnehmer aus dem Inneren verdrängte.

Nach einigen Einkäufen im Fan-Shop ging es dann weiter nach Hopfgarten im Brixental. Dort wurde der Fleckviehzuchtbetrieb der Familie Misslinger besichtigt. Die Milch der 60 Fleckviehkühe wird zu einem Teil selbst zu Käse veredelt, den man nach der informativen Besichtigung natürlich verkosten durfte.

Im Sommer ist ein Großteil der Herde auf der 55 Hektar großen Alm, deshalb ist es mehr als bemerkenswert, dass der Betrieb eine Herdenleistung von 9120 Kilogramm bei 4,46 Prozent Fett und 3,46 Prozent Eiweiß erzielt. Im Winter werden neben Belüftungsheu auch Maispellets und Milchviehfutter über den Transponder gefüttert. Neben der Tierhaltung betreibt der Betrieb noch mehrere Ferienwohnungen. Nach einer Schnapsrunde mit der sehr gastfreundlichen Familie brach man auf zum Zimmerbezug ins Hotel nach Radeberg.

Am Abend ging es dann auf die Bundesfleckviehschau nach Rotholz, wo der Vorführwettbewerb der Jungzüchter auf dem Programm stand. 50 Jungzüchter aus ganz Österreich kämpften um den Titel.

Beim Einzug der neun Bundesländer ins Stadion wurde den Gaildorfern zum ersten Mal bewusst, welchen Stellenwert die Landwirtschaft und Fleckviehzucht in Österreich noch erfreulicherweise besitzt. Nach der Schau wurde in einem riesigen Festzelt gefeiert.

Der zweite Tag stand dann ganz im Zeichen der Fleckviehzucht. Mehr als 150 Kühe stellten sich den Preisrichtern und den Besucher aus 23 Nationen. Bemerkenswert war die Gleichmäßigkeit der Kühe, sodass schlussendlich nur Kleinigkeiten über den Sieg entschieden haben. Der auch in Baden Württemberg eingesetzte Bulle "Rau" war mit einer Vielzahl an Töchtern vertreten, die auch bei der Ringauswahl immer mit vorne dabei waren.

Wie schon am ersten Tag war auf den prall gefüllten Zuschauerrängen eine Gänsehautatmosphäre zu spüren, die in Standing Ovations und La-Ola-Wellen endete. Dabei hielt es auch die Gaildorfer nicht mehr auf den Sitzen.

Am Ende kam noch das Highlight der Schau. Bei der Eliteauktion wurde ein "Impossium"-Sohn für sagenhafte 97.500 Euro versteigert, aber auch eine jährige Tochter des Bullen "Wille" kam für mehr als 11.000 Euro unter den Hammer.

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