Erster offizieller Schüleraustausch zwischen Gaildorf und dem ungarischen Budajenö

Befreundet sind die Stadt Gaildorf und ihre kleine ungarische Partnergemeinde Budajenö schon seit langer Zeit. Nun erfährt diese Freundschaft durch junge Leute - Stichwort Schüleraustausch - frische Akzente.

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  • Gäste aus der ungarischen Partnergemeinde Budajenö und ihre Gastgeber auf der Treppe vor dem Gaildorfer Rathaus. Fotos: Hans Buchhofer 1/2
    Gäste aus der ungarischen Partnergemeinde Budajenö und ihre Gastgeber auf der Treppe vor dem Gaildorfer Rathaus. Fotos: Hans Buchhofer Foto: 
  • Freuen sich über den Austausch (von links): Natalia Ryndin und Irmgard Köger (beide Schloss-Realschule), Günther Kubin (Beauftragter für die partnerschaftlichen Beziehungen), Timea Mohácsyné Wéber (Budajenö), Bürgermeister Frank Zimmermann und Orsolya Pappné Polacsek (Organisatorin auf ungarischer Seite). 2/2
    Freuen sich über den Austausch (von links): Natalia Ryndin und Irmgard Köger (beide Schloss-Realschule), Günther Kubin (Beauftragter für die partnerschaftlichen Beziehungen), Timea Mohácsyné Wéber (Budajenö), Bürgermeister Frank Zimmermann und Orsolya Pappné Polacsek (Organisatorin auf ungarischer Seite). Foto: 
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Vor 22 Jahren mündete die Freundschaft zwischen Gaildorf und dem ungarischen Budajenö in eine offizielle Partnerschaft. Viele gegenseitige Besuche erfüllen diese Verbindung seither mit Leben. Nun wird in diesen Tagen ein neues Kapitel aufgeschlagen: Ein Schüleraustausch soll die Kontakte zwischen den beiden Kommunen bereichern.

Zwar bestimmten schon in der Vergangenheit Kontakte zwischen Schülern und Jugendlichen beider Kommunen sowie gegenseitige Besuche junger Leute zu verschiedenen Anlässen - hauptsächlich durch die beiden Tanzgruppen "Pantlika" und "Ringleintanzgruppe" der ungarischen Gemeinde - die Partnerschaft. Auch eine Schülergruppe weilte vor 18 Jahren in Gaildorf, wofür der damalige Freundeskreis unter Leitung von Michael Lack und dessen Sohn Bernhard zuständig zeichneten. Und es gab Kontakte zwischen den Schulen. Doch all dem fehlte die bei einem Schüleraustausch übliche Verbindung zu den Familien.

Neues Kapitel der Partnerschaft

Beim diesjährigen Gaildorfer Pferdemarkt wurden nun die Fäden zwischen der Schule in Budajenö und der Schloss-Realschule geknüpft. Schulleiterin Michaela Staleker zeigte sich sofort offen für einen solchen Austausch. Mit Irmgard Köger und Natalia Ryndin konnte sie zwei Kolleginnen für dieses Vorhaben begeistern. Während des Sommers kam dieses Projekt schließlich in Fahrt. Auf ungarischer Seite nahm Lehrerin Ursolya Pappné Polacsek die Sache in die Hand. Zusammen mit ihrer Kollegin Timea Mohácsyné Wéber konnte sie die ungarischen Eltern vom Austausch überzeugen. Auch auf Gaildorfer Seite signalisierten Eltern ihre Bereitschaft, Schüler aufzunehmen.

Nun ist es soweit. Am Freitag trafen 17 Sechstklässler aus Budajenö in Gaildorf ein und wurden von ihren Gastfamilien in Empfang genommen. Bevor am gestrigen Montag der Schulalltag begann, verbrachten die Schüler die Zeit bei ihren Gastfamilien, um sich einzugewöhnen. Damit kein Heimweh aufkam, schlossen sich einige der Familien für gemeinsame Aktionen zusammen. Die Schüler lernen in Budajenö Deutsch als Fremdsprache. Zwar hapert es mit der Verständigung noch etwas, doch junge Leute in diesem Alter sehen darin weniger Probleme als Erwachsene.

Ohne die Stiftung wäre es nicht möglich

Gestern wurden die Gäste zu einem Empfang ins Rathaus eingeladen. Bürgermeister Frank Zimmermann freut sich, dass durch den Austausch die Partnerschaft neu belebt werden könne. Sein Dank galt der Schloss-Realschule, hauptsächlich Rektorin Michaela Staleker, den Gasteltern, den beteiligten Lehrerinnen und der Bürgerstiftung der Familie Schick, deren Vorsitzender Zimmermann ist. Ohne die Stiftung wären alle Begegnungen der Gaildorfer Schulen in Fernost, Afrika, den USA oder in verschiedenen Ländern Europas kaum möglich.

Der Bürgermeister sicherte zu, auch in Zukunft für alle Begegnungen mit Budajenö ein offenes Ohr zu haben und das Ganze - mithilfe der Stiftung - weiterhin zu unterstützen. Auch Orsolya Pappné Polacsek dankte der Schloss-Realschule und der Bürgerstiftung. Sie überreichte dem Bürgermeister ein Fläschchen des bekannten ungarischen Magenbitters "Unicum".

Zum Abschluss des Empfangs versammelte sich die muntere Schülerschar auf der Rathaustreppe zum Gruppenbild. Neben dem Schulbesuch stehen Fahrten nach Stuttgart und Ulm sowie der Besuch einer Bäckerei in Sulzbach-Laufen auf dem Programm. Am Mittwochnachmittag treffen sich alle Familien zu einem lockeren Programm mit gegenseitigem Kennenlernen in der Realschule. Am Freitag treten die ungarischen Gäste ihre Heimreise an.

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