Erneut Brandstiftung auf Bahnareal

Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat es in einem leerstehenden Gebäude der Bahn in Gaildorf gebrannt.

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Feuerwehrleute im völlig verqualmten Gebäude bereiten dem Spuk ein Ende.  Foto: 

Mittwoch, kurz vor 13 Uhr: Qualm dringt aus dem kleinen bahneigenen Haus zwischen Bahngleis und Zimmerfeldstraße in Gaildorf. Es stinkt nach verbranntem Unrat. Stadtbrandmeister Stefan Dwornitzak ist mit 13 Feuerwehrleuten bereits vor Ort, um dem Spuk ein Ende zu bereiten. Mit Atemschutz und Wärmebildkamera ausgerüstete Kräfte durchsuchen das völlig verrauchte Innere des seit Jahren leerstehenden Gebäudes, um sicherzugehen, dass sich niemand darin aufhält.

Wenige Minuten später wird Entwarnung gegeben. Die vorsorglich in der Olgastraße wartende Besatzung des Rettungswagens kann wieder einrücken. Das gilt auch für die Feuerwehrleute, die mit der Drehleiter angerückt waren – weil in der Alarmmeldung zunächst von einem brennenden Wohnhaus die Rede war.

Die Ermittlungen einer Polizeistreife vor Ort, die auch mit Anwohnern spricht, bestätigen die Erkenntnisse der Feuerwehr: Das Feuer war wohl vorsätzlich gelegt worden. Jemand hatte in einem der Räume im Erdgeschoss einen Haufen Müll angezündet.

Das für den Abbruch vorgesehene Gebäude der Deutsche Bahn AG, das etwas abgelegen am Stadtrand unweit des Kappelesbergtunnels steht, gilt nach Beobachtungen von Bewohnern der Zimmerfeldsiedlung unter jungen Leuten als beliebter Treffpunkt. Die Wände einzelner Räume sind mit Graffiti vollgesprüht, sämtliche Fester sind eingeworfen.

Deutlich zu sehen sind auch die Spuren eines weiteren Zwischenfalls, der im Sommer für Aufregung gesorgt hatte: In den frühen Morgenstunden  des 3. Juni war ein Feuer in dem Haus ausgebrochen. Unbekannte hatten dort eine Matratze in Brand gesteckt. Dabei war das Dachgeschoss erheblich in Mitleidenschaft geraten. Seither ist das Dach undicht.

Konkrete Hinweise auf die Brände gibt es nicht. In beiden Fällen soll das Feuer vorsätzlich gelegt worden sein. Die Ermittlungen dauern an.

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