Ereignisreiche Tage voller Erinnerungen

Ungarndeutsche aus Fichtenberg und Gaildorf waren zu Besuch in Budajenö und haben für den Kindergarten gespendet.

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  • Beeindruckende Ansicht bei Nacht: Blick von der Citadella auf Budapest. Vier Tage war die Reisegruppe in Ungarn unterwegs. 1/2
    Beeindruckende Ansicht bei Nacht: Blick von der Citadella auf Budapest. Vier Tage war die Reisegruppe in Ungarn unterwegs. Foto: 
  • Ein Bild der Gruppe, aufgenommen in Budajenö. 2/2
    Ein Bild der Gruppe, aufgenommen in Budajenö. Foto: 
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Ereignisreiche Tage hat eine Reisegruppe aus Gaildorf und Fichtenberg zwischen dem 29. September und dem 3. Oktober in Ungarn erlebt. Ungarndeutsche aus beiden Städten waren für vier Tage nach Budapest und Budajenö gefahren.

Nach der Ankunft am Samstag in Budapest ging es sogleich mit der Vilamos (Straßenbahn) zum Moskwa Ter (Moskauer Platz) und von dort auf eine abenteuerliche Zugfahrt weiter nach Szentendre. Bei sommerlichem Wetter wartete ein Weindorf auf die Reisenden, wo zur Überraschung aller Familie Zsolt Maul angetroffen wurde, die früher das ungarische Lokal in Gaildorf geführt hatte. Nach dem Mittagessen erkundeten die Teilnehmer das Städchen Szentendre. Abends ging es weiter zur Keller-Party nach Budajenö.

Am Sonntag stand nach dem Frühstück eine Stadtrundfahrt auf dem Programm; anschließend war Zeit, um die Umgebung des Hotels zu erkunden, ehe es dann am Abend zu einer Schifffahrt auf der Donau ging. Nach dem Abendessen wurde noch die berühmte Citadella, der Aussichtsberg Budapests, besucht.

Bürgermeister empfängt Gäste

Am Montag ging es zur großen Markthalle neben der Arpad Hid (Franz-Josef-Brücke), ehe das Highlight auf der Reise folgen sollte: der nochmalige Besuch von Budajenö. Eine Delegation um Bürgermeister István Budai empfing die Gäste. Nach einer kurzen Begrüßung wurde das Dorf erkundet. Den Kindern und Kindeskindern der Vertriebenen aus dem Jahr 1946 wurden die Kapelle am Friedhof und der neu renovierte Speicher gezeigt. Zudem gab es viele interessante Details über die Geschichte von Budajenö.

Zum Abschluss ging es in den örtlichen Kindergarten. Dort wurde eine Spende aller Mitreisenden sowie von Uwe Herb in Höhe von 500 Euro überreicht. Das Geld soll zur Anschaffung eines neuen Spielgeräts verwendet werden. Schließlich verließ der Besuch den Kindergarten mit dem Versprechen des Architekten und Vize-Bürgermeisters Lásló Kuli, am Pferdemarkt 2018 ein entsprechendes Bauwerk präsentieren zu können. Anschließend konnte jeder aus der Reisegruppe seine noch lebenden Verwandten und Bekannten besuchen, ehe man sich in einem extra an diesem Tag geöffneten Lokal in Budajenö traf und später im Hotel den Abend und die Eindrücke der alten Heimat bei einem Glas Wein oder Bier Revue passieren ließ.

Auf der Heimfahrt am Dienstag hatten sich die Mitfahrer noch viel zu erzählen über die Eindrücke der vergangenen Tage. Dazu wurde das Lied der Väter und Großväter („In der Lahmgruhm steht a Bahm“) angestimmt, was so manchen zu Tränen rührte. Alle Anwesenden waren sich einig, dass es nicht der letzte Besuch in Ungarn war. In spätestens zwei Jahren soll die Reise wiederholt werden – die Planungen dazu sind bereits angelaufen.

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