Eine Million für neue Schienen

Die Deutsche Bahn AG investiert in den kommenden Wochen eine runde Million Euro in die Sanierung eines Streckenabschnitts der Murrbahn. Die Bauarbeiten gehen überwiegend nachts über die Bühne.

|
Vor genau zehn Jahren waren die Gleisbauer auf der Strecke zwischen Fornsbach und Fichtenberg zugange. Damals wurde die Strecke vorübergehend voll gesperrt.

Ein Teil der Murrbahn-Gleise zwischen Gaildorf West und Wilhelmsglück ist in die Jahre gekommen. Das heißt: Die Schienen nähern sich der festgelegten Altersgrenze, die bei 30 Jahren liegt, und müssen deshalb ausgetauscht werden. Ab kommender Woche wird in Tag- und Nachtschicht ein weiterer, etwa sechseinhalb Kilometer langer Abschnitt in Angriff genommen.

Der Verkehrsdienstleister mit dem sperrigen Namen Deutsche Bahn (DB) Mobility Netwoks Logistics will am Mittwoch, 27. August, mit den Gleisbauarbeiten beginnen. Wenn alles glattläuft, soll das Projekt am 22. September abgeschlossen sein. Man sei bemüht, "die durch Baumaschinen und Warnhörner entstehende Belastung gering zu halten". Gleichzeitig bittet die DB die Anwohner entlang der Strecke um Verständnis - denn es soll vorwiegend nachts gearbeitet werden. Das betrifft den Zeitraum zwischen 1 und 6 Uhr, wenn auf der Strecke kein Verkehr herrscht.

Wenn nun die Schienen zwischen Gaildorf und Hessental bald drei Jahrzehnte alt und mehr oder weniger abgenutzt sind, bedeute das nicht, dass in diesem Zeitraum nichts geschehen sei, sagt Roland Kortz. Im Gegenteil. Der Stuttgarter Bahn-Sprecher betont, dass sämtliche Strecken regelmäßig kontrolliert - auch mittels Ultraschallmessungen - und gegebenenfalls geschliffen würden. Auch werde der Unterbau gereinigt und das Schotterbett, wo nötig, neu "gestopft".

Die jetzt anstehenden Arbeiten, eine "Kompletterneuerung", werden laut Roland Kortz "konventionell" ausgeführt. Bagger und anderes schweres Gerät werden also im Einsatz sein. Jedoch nicht über den gesamten vierwöchigen Zeitraum hinweg. Vor- und Nacharbeiten, das Einrichten der Baustelle und die Materialzufuhr nehmen mehrere Tage in Anspruch.

Insgesamt investiert die DB in diesen Abschnitt rund eine Million Euro - auf den ersten Blick viel Geld für den relativ kurzen Abschnitt. Doch man dürfe eines nicht vergessen: "Wir müssen ja den gesamten Gleiskörper in die Hand nehmen", sagt Kortz unter Hinweis auf den Umfang der Maßnahme, die Material- und Arbeitskosten. Allein die stählernen Schienen, die neu verlegt werden müssen, bringen satte 650 Tonnen auf die Waage. Gar auf mehr als 3000 Tonnen summiert sich das Gewicht der nötigen Betonschwellen. Es "läppert" sich also einiges zusammen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Landrat zur Klinik-Finanzierung: Müssen uns weiter wehren

Kreistags-Mitglieder diskutieren über die Kliniken in Hall und Crailsheim. Gerhard Bauer kritisiert die Bundespolitik. weiter lesen