Doppelte Hitzestufe im Häberlen

Die italienische Bluesband schlechthin und eine Bluesröhre aus Kalifornien bescherten der Kulturschmiede am Samstag ein volles Häberlen.

|
Mz. Dee mit dem Gitarristen und Bandleader Maurizio Pugno. Foto: Hasenmaier

Am Samstagabend konnten über hundert Zuschauer in der Kulturkneipe Häberlen bei der Kulturschmiede erleben, was passiert, wenn eine der besten Bluesbands Italiens mit einer Vollblutsängerin aus Amerika auftritt. Gitarrist Maurizio Pugno, Schlagzeuger Gio Rossi und Alberto Marsico an der Hammondorgel sind ja schon alte Bekannte, seit sie anlässlich des Regionaltags vor zwei Jahren bei der Kulturschmiede ein Gastspiel gegeben haben. Am Samstag hatten sie noch den brillanten Saxofonspieler Cristiano Arcelli dabei.

Seit zwei Jahren ist die kalifornische Top-Bluessängerin Mz. Dee mit dem "Maurizio Pugno Organ Trio" auf Tournee. DeJuana Logwood, so ihr bürgerlicher Name, begann vor 25 Jahren ihre Musikerkarriere mit traditioneller Gospelmusik. Mit Bluesgrößen wie Johnny Otis und Johnny Nocturne hat sie 14 CDs produziert, auch mit dem "Maurizio Pugno Organ Trio" gibt es eine fantastische CD ("From the Bootland") mit überwiegend eigenen Liedern, die am Samstag auch alle in Gaildorf zu hören waren. Seit ihrer Zusammenarbeit mit der italienischen Top-Bluesband wohnt sie überwiegend in Europa.

Das Publikum konnte sehr schnell die musikalische Qualität der einzelnen Künstler erkennen. Sie glänzten solistisch, wirkten im Zusammenspiel aber immer wie aus einem Guss - und bescherten so den Gästen einen unvergesslichen Konzertabend. Deutliches Zeichen für die Begeisterung waren der wiederholte Zwischenbeifall und der stürmische Applaus nach jedem Lied, ganz zu schweigen von den "Zugaben" gegen Ende des Bluesabends. Regelrecht umjubelt war das Orgelsolo in "Keep your girlfriends away from me"; beifallumrauscht "Id rather go blind" von Bill Foster/Ellington Jordan.

Anklänge an Mz. Dees Gospelzeit wurden in "Thats the way God planned it" von Billy Preston hörbar. Bei dem Liebeslied "Ill love you more than youll ever know" von "Blood, Sweat & Tears" war man an "Ball & chain" von Janis Joplin erinnert - Mz. Dees Stimme geht durch Mark und Bein. Mitreißend auch die Duette, die sich die Sängerin mit Cristiano Arcellis Saxofon, beziehungsweise Alberto Marsicos Hammondorgel lieferte.

Bei der stürmisch herbeigeklatschten Zugabe mit dem Klassiker "Stormy Monday" zeigten die Musiker noch einmal ihre fulminante Klasse - und Arcelli servierte ein nicht enden wollendes Saxofonsolo, das immer wieder von tosendem Beifall unterbrochen wurde. Fazit: Ein überwältigendes Blueserlebnis, das gerne wiederholt werden darf.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

AfD im Landkreis Hall besonders stark

Wo verloren CDU und SPD besonders viele Stimmen, wo feierte die FDP ihr größtes Comeback, wo punkteten AfD, Grüne und Linkspartei? Ein Blick in unsere Kreisgemeinden. weiter lesen