Die Milch bringt’s für Biobetriebe

Achterbahn Milchpreis - wie können wir reagieren: Mit dieser Frage beschäftigten sich Landwirte und Referenten bei der  Fachtagung Rind in Aalen-Oberalfingen.

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Achterbahn Milchpreis - wie können wir reagieren: Mit dieser Frage beschäftigten sich Landwirte und Referenten bei der  Fachtagung Rind in Aalen-Ober­alfingen. Hans-Dieter Löw bewirtschaftet mit seiner Ehefrau und seinem Vater in Ilshofen-Oberaspach im Vollerwerb einen landwirtschaftlichen Milchviehbetrieb mit 50 Hektar, 43 Milchkühen und weiblicher Nachzucht nach den Richtlinien des Demeterverbandes. Elf Jahre nach Beginn der Umstellung steht er zu 100 Prozent hinter seiner damaligen Entscheidung, die er ohne die Unterstützung seiner Familie nicht hätte verwirklichen können.  Berufskollegen, die nur des Geldes wegen mit dem Gedanken spielen, umzustellen, riet er davon ab. Martin Haugstätter vom Beratungsdienst Ökologischer Landbau Ilshofen stellte die Anforderungen des Öko-Landbaus sowie die Entwicklungen auf dem Biomarkt dar. Letztere lassen eine weiter steigende Nachfrage erwarten. Da der Preis für Bio-Bullenfleisch noch zu niedrig ist, sollten Bullenkälber  konventionell vermarktet werden. Dennoch sei der Gewinn der Biobetriebe, vor allem wegen der höheren Milchpreise, gestiegen und konkurrenzfähig. Hans-Udo von Wilpert vom Geschäftsbereich Landwirtschaft und Johannes Häckel von Agriconcept referierten zur „Liquidität im Milchviehbetrieb: Umgang mit der Milchkrise und Lehren daraus“. Zur Deckung aller Kosten sei ein Verkaufspreis von mindestens 40 Cent/kg erzeugte Milch erforderlich. Der Landwirt, der seine Zahlen kennt und damit umgehen kann, habe bei Verhandlungen mit der Bank Vorteile. Jede Bank bewerte das Auftreten des Unternehmers und seine betriebswirtschaftlichen Zahlen in Form eines Ratings. Durch die bessere Einstufung könnten hier bessere Konditionen erreicht werden. Häckel riet den Landwirten, sich intensiv mit ihrer Buchführung auseinanderzusetzen.

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