Die erste halbe Million

Eine erste hohe Hürde ist genommen: Die Stadt Gaildorf wird aller Voraussicht nach die längst überfällige Generalsanierung der Sporthalle anpacken können. Der erste Förderbescheid ist auf dem Weg.

|

Eine unendlich scheinende Geschichte könnte bald ein glückliches Ende erfahren: Gestern sickerten Einzelheiten über Entscheidungen zum Sportstättenbauprogramm 2013 durch, und danach darf sich die Stadt Gaildorf über 511 000 Euro freuen, die das Land als Fachförderung für die grundlegende Sanierung der Sporthalle gewährt, wie der Haller SPD-Landtagsabgeordnete Nikolaos Sakellariou verriet. In den Verhandlungen hatten das Kultusministerium, die Regierungspräsidien, die kommunalen Landesverbände und die drei baden-württembergischen Sportbünde über 172 Anträge zu befinden; jeder zweite Antrag soll nun positiv beschieden werden, wobei Gaildorf die einzige Kommune im Haller Landkreis ist, die heuer in den Genuss einer Sportstättenbauförderung kommen soll.

Positiv wurde diese Nachricht auf dem Rathaus aufgenommen. Bürgermeister Ulrich Bartenbach ist erleichtert, zumal das Land im vergangenen Jahr die von der Stadt beantragten Gelder nach den Sportstättenförderrichtlinien wie aus dem Ausgleichsstock nicht bewilligt hat. Aus diesem Grund musste das Sanierungsvorhaben, über das seit fast sechs Jahren immer wieder heftig debattiert wird, einmal mehr auf die lange Bank geschoben werden.

Auch für Steueramtsleiter Hans-Joachim Hunn ist die Meldung aus der Landeshauptstadt "sehr erfreulich", zumal die zugesagte Förderung dem Antrag der Stadt entspricht. Vor allem aber ist Hunn froh über diesen ersten großen und hoffnungsvollen Schritt in Richtung Sanierung. Dem nun ein weiterer bedeutender folgen müsste: eine Förderung über den Ausgleichstock. Über die Vergabe dieser Mittel soll im Juli entschieden werden.

Insgesamt erhofft sich die Stadt Zuschüsse in Höhe von mehr als 1,6 Millionen Euro, um die voraussichtlich - nach der inzwischen erfolgten satten Kostensteigerung - mit weit über 3 Millionen Euro veranschlagten Bauarbeiten überhaupt auf den Weg bringen zu können. Um auf der sicheren Seite zu sein, hatte es der Gemeinderat in seiner Januar-Sitzung abgelehnt, einen vorzeitigen Baubeginn zu beantragen. Dem Gremium war das Risiko, gegebenenfalls die gesamten Investitionen ohne Hilfen des Landes schultern zu müssen, einfach zu hoch.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Bosch-Manager ist in Ottendorf Nazis entkommen

Albrecht Fischer hatte Glück im Unglück. Jetzt erinnert die Landeszentrale für politische Bildung an den NS-Widerständler. weiter lesen