Die Arbeiten zur Erneuerung der Gasleitungen in Gaildorf sind fast abgeschlossen

Aufatmen für alle Beteiligten und Betroffenen: Mit Riesenschritten nähern sich die Bauarbeiten zum Austausch der maroden Gasleitungen in der Gaildorfer Innenstadt ihrem Ende - früher als geplant.

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Die Gasleitungen sind ausgetauscht, die Gräben geschlossen. Heute erhält die Schloßstraße den Feinbelag. Morgen wird die halbseitige Sperrung aufgehoben, kann der Verkehr wieder ungehindert rollen.  Foto: 

Endspurt auf der Großbaustelle, die seit Ende Mai in vier Phasen den Verkehr in Gaildorfs Innenstadt notgedrungen beeinträchtigt. Der Austausch der mehr als 30 Jahre alten eisernen Gasleitungen im vierten und letzten Bauabschnitt - es handelt sich um die Schloßstraße vom Marktplatz bis zum Kaffeehaus - ist vollzogen.

Am heutigen Mittwoch soll die Straße bereits mit dem Feinbelag versehen werden, wie Bauleiter Karl Altvater berichtet. Die provisorische Ampelanlage wird dann am Donnerstag gegen 8 Uhr abgeschaltet. Nach Programmierung der bestehenden Signale durch ein Experten-Team kann der Verkehr um die Mittagszeit wieder ungehindert durch die City rollen - just zum Auftakt der Gaildorfer Motocross-Veranstaltung, zu der heuer wieder Tausende von Besuchern erwartet werden.

Weitere Arbeiten werden laut Karl Altvater noch im Bereich des Sportplatzes und des Kocherstegs zu erledigen sein. Am Dienstag schließlich soll die komplette alte Leitung außer Betrieb genommen werden. Dann geht es noch an die letzten Details - und in 14 Tagen, sagt Altvater, "werden wir komplett fertig sein".

Früher fertig als geplant

Ursprünglich hatten die Energieversorgung Gaildorf (EVG) und der Gasnetzbetreiber, die Netzgesellschaft Heilbronn-Franken (NHF), ein Zeitfenster zwischen Pfingsten und Ende Oktober ins Auge gefasst. Mitte Mai konnte der Bauzeitenplan straffer definiert werden: Bis zum 18. September sollte Phase 4 unter halbseitiger Sperrung vollendet sein. Nun kann der Verkehr noch früher wieder durch die Stadt rollen - dank der Bautrupps, die trotz Rekordhitze ihr Bestes gaben.

Auch vom Drumherum ist Karl Altvater angenehm überrascht, vor allem von den Bürgern, die die Belastung durch Baulärm nahezu klaglos ertragen haben. Anlieger, Verkehrsteilnehmer, Busunternehmen - alle hätten sich in beispielhafter Weise in Geduld geübt. Sehr zufrieden äußerte sich der Bauleiter auch hinsichtlich der Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Bauunternehmen, das parallel zum Leitungsbau die Kocherbrücke saniert.

Und die berühmten "besonderen Vorkommnisse"? Die gab es bei diesem millionenschweren Projekt laut Karl Altvater nicht - außer eben der Hitzewelle. Ansonsten lief alles wie am Schnürchen, was durchaus nicht selbstverständlich ist. Altvater: "Wir arbeiten hier immerhin in einer Innenstadt!"

Für die Stadt Gaildorf hat die gesamte Maßnahme dennoch einen leicht herben Beigeschmack: Das Verlegen der Leerrohre für Glasfaserkabel - Stichwort schnelles Internet - konnte nicht wie geplant gleich miterledigt werden. Es fand sich kein auf solche Arbeiten spezialisiertes Unternehmen mit freien Kapazitäten im gewünschten Zeitraum (wir haben berichtet). Das Projekt musste geschoben werden.

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