Der Rat bittet um Respekt

Kollegial und an der Sache orientiert wollen die beiden Fichtenberger Gemeinderatslisten arbeiten. Am Freitag hatten sie Gelegenheit, ihre Programme und inhaltlichen Schwerpunkte zu erläutern.

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Am 21. Juli wurde der Fichtenberger Gemeinderat eingesetzt. Jetzt beginnen "die Mühen der Ebene". Archivfoto: rif

In Wahlkampfzeiten haben sich die beiden Fichtenberger Listen schon noch ein bisschen aneinander gerieben und die programmatischen Debatten mit gepflegten Lästereien gewürzt. Jetzt aber, wo die Mühen der Ebene bewältigt werden müssen, will man sachorientiert zusammenarbeiten und gemeinsam das Beste für die Gemeinde erreichen.

Am vergangenen Freitag hatten die beiden Listen Gelegenheit, ihre Vorstellungen und Wünsche im Gemeinderat darzulegen. Die kurzen Vorträge machten deutlich, dass man in vielen Punkten auf gleicher Linie liegt oder sich ergänzt. Reizthemen, gegensätzliche Haltungen gar waren nicht zu bemerken. Im Wesentlichen orientierten sich die Vorträge an den Wahlprogrammen, und hier liegen die Unterschiede allenfalls in der Gewichtung.

Ausgangspunkt ist jedenfalls das Fichtenberg-Gefühl. Enge soziale Bindungen und ein positives Klima zeichneten die Gemeinde aus, sagte beispielsweise Ulrich Braxmaier von der Demokratischen Wählervereinigung. Dies gelte es zu bewahren. Den Zusammenhalt zu fördern und zu unterstützen sei die Aufgabe des Gemeinderates, ergänzte Jörg Weckler für die Unabhängige Wählervereinigung. Er sei zu 99 Prozent beim Kollegen Braxmaier. Man wolle kein Listendenken, betonte explizit Wecklers neuer Fraktionskollege Michael Busse. Und damit wäre denn auch einvernehmlich eine Grundlinie für Sachentscheidungen definiert. Egal, ob es um die Grundversorgung, den Kindergarten, die Schule, die Jugendarbeit, die Kultur, die Ortsgestaltung, das Gewerbe, den ÖPNV, die erneuerbare Energien oder auch die Pflege der Kontakte mit der Partnergemeinde Proszowice geht - zentraler Maßstab ist das Klima in der Gemeinde.

Erwähnenswert ist deshalb vor allem ein Wunsch, den Gemeinderatsneuling Braxmaier mit Nachdruck vorbrachte: "Wir wollen respektiert werden." Es sei nicht immer einfach, die richtigen Entscheidungen zu treffen, so Braxmaier, und man könne nicht immer allen alles recht machen - "wir sind auch nur Menschen". Er hoffe auf Einsicht vor allem bei jenen, die es sonst vorziehen, über die Arbeit der Gemeinderäte zu meckern. Schade eigentlich, dass das extra gesagt werden muss.

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