Der Mythos Kohlwaldfest lebt

Obwohl das Wetter nicht mitspielt, strömen Jung und Alt in den Kohlwald und lassen im wahrsten Sinn des Wortes wieder die Wiese beben.

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Die musikalische Unterhaltung des Musikvereins Westhausen sorgte bereits am Freitagabend für ausgelassene Atmosphäre im Festzelt. Die Leute wurden animiert mitzusingen und zu klatschen. Vor dem Zelt kamen Weinliebhaber beim Wein-Stand auf ihre Kosten.

Während sich die einen von Festbeginn an in der Bar aufhielten, genossen die anderen die Musik und das Beisammensein mit Freunden.  Emilia Köger, eine der vielen Helferinnen, arbeitete am Gockel-Stand. „Nach vier Stunden ist die Schicht meistens zu Ende“, sagt Emilia „aber wenn man mich braucht, bleibe ich auch länger“. Dank guter Organisation und gut verteilter Arbeit verlief der Abend für die Landjugend reibungslos. „Ich kann mich nicht beschweren“, meint Sebastian Staiger vom Vorstand.

Nach dem fünfstündigen Programm plus Zugaben der Westhausener Musiker ging es in der Bar weiter. Marco Horlacher, auch als DJ Horli bekannt, sorgte mit Schlagerhits für Stimmung. Die voll besetzten Bierbänke zeigten, dass auch bei schlechtem Wetter gerne aufs Kohlwaldfest gegangen wird.

Ob aus dem Kreis Hall, dem Ostalbkreis oder dem Rems-Murr-Kreis – das Partyvolk kam von allen Ecken der Umgebung, um am Samstag im Kohlwald zu feiern. Das Festzelt füllte sich innerhalb einer Stunde. Vor allem die jüngeren Altersklassen waren in der Partynacht vertreten. Jedoch hielt das die Älteren nicht davon ab, trotzdem mitzufeiern.

„Friends live“ lassen’s krachen

Bereits beim Einlass ab 21 Uhr war die Schlange an der Eintrittskasse lang. Im Zelt warteten alle gespannt auf die Band „Friends live“, die das erste Mal beim Kohlwaldfest auftrat. Ab 22 Uhr war es dann so weit: Mit ihrer mitreißenden Show schaffte es die Band innerhalb kürzester Zeit, die Leute zum Feiern zu animieren. Die Charts, Clubsounds, Partykracher oder Rocksongs – die Band hatte für Musikliebhaber jeglicher Art was im Gepäck. Die sieben Bandmitglieder versetzten die Leute mit ihrem Sound und Showelementen in Partylaune.

In der kleinen Pause zog es die Gäste zur Bar. Doch die Barkeeper packten kräftig an, sodass keiner lange warten musste. Auch mit einer Shots-Bar hatte die Landjugend vorgesorgt. Mitreißende Party-Stimmung herrschte im Zelt. Ob Jung oder Alt – jeder hatte seinen Spaß. Die im Kohlwald neue Band schaffte es, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Fünf Stunden lang wurde den Gästen eingeheizt. Am Ende waren das Publikum und die Veranstalter zufrieden.

Am traditionellen Familiensonntag hatte die Landjugend Kohlwald dann aber doch etwas mehr Glück mit dem Wetter, auch wenn es nicht optimal war. Zumindest von oben her blieb es trocken, auch wenn das eine oder andere Mal dunkle Wolken zu sehen waren. Aber wie schon in den Tagen zuvor hielt dies die Besucher nicht davon ab, auf das Festgelände zu kommen. Am Vormittag sorg­te der Musikverein Sulzbach beim Frühschoppen schon für gu­te Stimmung. Die Atmosphäre im vollbesetzten Zelt erinnerte sogar ein wenig an das Oktoberfest. Ansonsten stand der Sonntag ganz im Zeichen der Familien – und der Schlepper. Das Motto des Tages war in diesem Jahr „Transmis­sio­nen“. Hier drehte sich alles um Riemenantriebe, die nicht nur in der industriellen Produktion eingesetzt wurden, sondern auch in der Landwirtschaft Anwendung fanden, so  bei Traktoren oder Mähdreschern. Hierzu fanden Vorführungen am Beispiel einer Säge statt. Neben den Riemenantrieben wurde als zweiter Bereich „Windkraft“ vorgestellt.

Musikalisch ging es etwas volkstümlicher als bei der Partynacht zu. Jetzt sorgte der Musikverein Untergröningen für die passende Festzeltmusik. Beim Bummel über den Bauernmarkt konnten Kauflustige das eine oder andere interessante Produkt erwerben – nicht nur im kulinarischen Bereich. Der Markt war praktisch der Appetitanreger für den großen Naturparkmarkt des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald, der am 10. September nur wenige hundert Meter entfernt auf dem Uhlbachhof stattfindet.

Unimogs und Schlepper

Das Highlight aber war wieder die rekordverdächtige Schlepperschau. Fahrzeuge, so weit das Auge reichte. Vertreten war fast die lückenlose Entwicklung und Geschichte der Schlepper bis in die heutige Zeit, und das auch noch gut beschrieben. Zwischendrin fanden sich auch einige Unimogs, die aber fast funktionsgleich mit den Schleppern sind.

Aber nicht nur die Schlepperfreunde kamen auf ihre Kosten, auch für die Kids wurde einiges geboten. Gut besucht waren vor allem die Kutschenfahrten, die rund um Kohlwald führten. Dazu gab es Ponys zum Streicheln, Spiele und einen Schminktisch, an dem sich die Kids ihre Gesichter lustig bemalen lassen konnten. Am Abend konnte noch zu den Klängen von „Dance Hour“ getanzt werden.

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