Der Hölle entkommen

Der 1. Weltkrieg steht im Zentrum einer Ausstellung in Horlachen. Auszüge aus 125 Feldpostbriefen wurden zu einer Lesung zusammengefasst.

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Feldpostbriefe sind ein Schwerpunktthema der Sommerausstellung "Der 1. Weltkrieg an der Heimatfront". Sie waren die einzige Möglichkeit, den Kontakt zwischen den Soldaten und zu Hause aufrechtzuerhalten. Über 16 Millionen Postsendungen täglich wurden von der Feldpost befördert. Etwa 8000 Soldaten waren damit beschäftigt, Päckchen, Karten, Briefe und Telegramme an die richtige Heim- oder Feldadresse zu bringen.

Dieter Wahl aus Gschwend rettete schon vor Jahren einen Packen Feldpostbriefe vor dem Verlust. Bei der Bearbeitung der Korrespondenz durch Eberhard Zimmer vom Heimatverein zeigte sich nicht nur der Umfang, sondern auch die Qualität der Briefe.

Die Korrespondenz stammt von Erwin Ladenburger dem letzten Müller der Freimühle, die ehemals an der Alten Lorcher Straße in Schwäbisch Gmünd lag. In den aufgefundenen Briefen kommen nicht nur Erwin Ladenburger, sondern auch Schwester, Mutter, Vater, Verwandte und Freunde zu Wort. Nach einem Blick in die Friedenszeit vor August 1914 erlebt man den Weg an der Front in Frankreich und das Grauen im Schützengraben.

Genaue und kritische Beobachtungen und ausführliche Reflexionen über den Sinn dieses Krieges unterscheiden diesen Fund stark von den üblichen Briefen, in denen oft nur kurze Grüße übermittelt wurden. Zahlreiche Gedanken beschäftigen sich damit, wie man diesen Krieg überleben kann. Als dann der Lazarettaufenthalt als Nervenkranker nötig wird, beginnt das Ringen darum, wieder in die heimische Mühle zurückkehren zu dürfen. Die Korrespondenz endet mit dem Kriegsende und der Schilderung der Not, in der sich Deutschland befand.

Das Heimatmuseum im alten Schul- und Rathaus in Horlachen ist am kommenden Sonntag, 5. Oktober, wieder von 14 bis 17 Uhr geöffnet. An diesem Tag lohnt ein Besuch besonders, denn Auszüge aus den über 125 Briefen wurden zu einer Lesung von etwa 45 Minuten zusammengefasst. Eine Sprecherin und drei Sprecher werden diese Briefauswahl um 15.30 Uhr im Heimatmuseum vortragen.

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