Der Familienname ist Diems Markenzeichen

Das 170-jährige Bestehen eines Einzelhandelsgeschäfts feiern zu können, ist in heutiger Zeit etwas Besonderes. Das Gaildorfer Schuhhaus Diem hat das geschafft.

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Das Angebot, die Beratung, die Atmosphäre im Laden und nicht zuletzt gewachsene, freundschaftliche Beziehungen spielen für den Erfolg des Schuhhauses Diem eine Rolle. Über die Jahrzehnte hinweg hat es  daran gearbeitet, investiert, modernisiert, sich bei gesellschaftlichen Events engagiert und so seine Stellung in der Gaildorfer Geschäftswelt gefestigt und ausgebaut. Inhaber Karl Diem, seine Frau Ursula, die Schwestern Irmgard, Erika, Gerda und die meisten Angestellten stehen seit eh und je im Geschäft.

Alle sind kompetent, freundlich und zum persönlichen Gespräch bereit. Das mag auch ein bisschen das Geheimnis sein, weshalb so viele Kunden dem Haus die Treue halten. In dieser Woche wird Geburtstag mit Sonder- und Rabattaktionen gefeiert. Wer in diesen Tagen die Karlstraße entlanggeht, der kommt  nicht umhin, einen Blick auf die Glasfronten des Schuhhauses zu werfen. Zu sehen sind goldene, silberne, grüne, rote Schuhe, von Pumps bis Skistiefel, und alle aus dem vergangenen Jahrhundert. Glitzerfarbe ist auf das nostalgische Schuhwerk gesprüht.Regale und Lager sind für die Jubiläumstage prall gefüllt. Verkaufen ist aber nicht alles, Diem bietet als Fachgeschäft kompletten Service. Damit die Erwachsenen von morgen auf gesunden Füßen daherkommen, wird auf Kinderfüße besonders geachtet. Ein modernes Messsystem steht bereit. Regelmäßige Schulungen dafür sind Pflicht. Sollte ein Fuß von der Norm abweichen und eine spezielle Anpassung benötigen, dann ist er bei Karl Diem in guten Händen. Die Präqualifikation Orthopädieschuhtechnik weist seine Eignung aus. Nach alter Tradition werden in seiner Werkstatt auch  Schuhe repariert. Diem ist Familienname und Markenzeichen zugleich. Philipp Diem gründete 1846 das Familienunternehmen. Sein Sohn Georg führte es weiter, zog von der Schmied- in die Karlstraße um. Er fertigte Schuhe an und reparierte sie. Etwa ab 1880 kaufte er Schuhe zu  und verkaufte sie. Auf seinen Sohn Karl folgte dessen Sohn Eugen. Er und seine Frau Gertrud erwarben 1968 das Bühnersche Haus, das großzügig umgebaut und erweitert wurde, und bis heute als Wohn- und Geschäftshaus dient. Die letzte größere Renovierung erfolgte 2008. Dabei wurden die Innenräume umgestaltet und Wände und Regale erneuert.

So ist im Lauf der Zeit aus einer einfachen Schuhmacherei ein modernes Unternehmen geworden. Karl Diems Schwester Irmgard hat sich inzwischen in den Ruhestand verabschiedet. Dafür arbeitet Anke-Diem-Weidner, die Tochter des Hauses, mit, die auch ein gutes Händchen fürs Dekorieren hat. Familie Diem und die Belegschaft wollen alles daran setzen, dass das Schuhhaus in 30 Jahren das 200-jährige Bestehen feiern kann.

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