Das Trio "Jung und Frisch" bringt Alpenmusik nach Gaildorf

Einen musikalischen Ausflug ins Tiroler Alpenland konnten die Besucher des Gaildorfer Schlosskonzertes erleben. Das Trio "Jung und Frisch" verzauberte mit traditionellen wie eigenen Melodien.

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Geigerin Anna Rausch, Ziehharmonikaspielerin Katharina Kuen und Harfenistin Maria Schnegg wussten in Gaildorf ihr Publikum zu begeistern.  Foto: 

Mit Geige, Ziehharmonika und Harfe wussten die drei jungen Musikerinnen wieder einmal das Publikum in der Region gefangen zu nehmen. Denn vor drei Jahren waren sie erstmals hier zu hören: beim Hohenloher Kultursommer in Oberaspach bei Ilshofen, damals noch mit Teresa Klingler als Harfenistin. Deren vorübergehende Position im Trio hat Maria Schnegg übernommen, die genauso wie Geigerin Anna Rausch und Ziehharmonikaspielerin Katharina Kuen zunächst nur vokal mit einem Jodler zur Begrüßung zu hören war.

Einst hatte ihnen ihre Musiklehrerin den Ensemblenamen verpasst, war in der Eingangsmoderation von Anna Rausch zu erfahren. Das sei vor neun Jahren gewesen. Seither haben sich die Musikerinnen deutlich weiterentwickelt. Musikalische Gegensätze wurden viel klarer herausgearbeitet. Das zeigte sich etwa bei Stücken wie der "Egerbacher Polka" oder der selbstkomponierten "Dostan Polka" mit ihrem frisch-forschen Ton, gewitzten Akzentsetzungen und wunderbar federndem Staccatospiel.

Pixner ist musikalisches Vorbild

Solche Stücke stellte das Trio etwa Walzern von Herbert Pixner gegenüber. Pixner ist einer der großen musikalischen Vorbilder des Trios. Auch solistische Momente waren zu erleben. Katharina Kuen konfrontierte im "Olympiade Marsch" pulsierende Knopfsportlichkeit mit einem gesanglich runden Trioteil. Maria Schnegg bewies etwa in der einst durch Richard Claydermann bekannt gewordenen "Ballade pour Adeline" von Paul de Senneville viel Klanggefühl. Schönes Duettieren zwischen Geige und Ziehharmonika beim Melodieren war zuvor zu "Pfiffikus" zu erleben. Katharina Kuens Bruder Markus, Trompeter im Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, hatte dieses Stück komponiert und dem Trio gewidmet.

Darüber hinaus bewiesen die drei Musikerinnen auch ihr Können als Sängerinnen nicht nur zu a cappella vorgetragenen Jodlern, sondern auch zu traditionellen Liedern mit Instrumentalbegleitung wie "Der Ledigstand" oder "Mei Lumpele Bua". Letzteres trugen sie mit Augenzwinkern und fast ein wenig heimlich vor. Das Publikum war am Ende begeistert.

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