CQ bitte melden, Anruf von Delta November

Fichtenberger Schüler funken mit Italien, Wales, England, Griechenland und auf die Kanalinsel Jersey.

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An der Ausbildungsstation DN1FBG: Justina Gunther traut sich auch ein QSO in englischer Sprache zu.  Foto: 

„CQ, CQ, CQ, allgemeiner Anruf von Delta November Eins Foxtrott Bravo Golf, DN1FBG ruft CQ und geht auf allgemeinen Empfang.“ So oder so ähnlich tönte es in den vergangenen Wochen und Monaten jeden Donnerstagnachmittag während der Kurszeiten der Grundschüler durch das Fichtenberger Schulhaus.  Was aber hat es mit diesem Kauderwelsch aus Zahlen und Abkürzungen auf sich?

Mit Beginn des 3. Quartals 2016/2017 haben sich sechs Fichtenberger Schüler (zwei Mädchen und vier Jungen) der 4. Klasse im Rahmen des Kursunterrichts im Technikraum der Schule getroffen, um sich nach dem Bau eines Morse-Übungsgerätes zusammen mit ihrem Betreuer, der selbst lizenzierter Funkamateur ist,  auf das weltweit praktizierte Abenteuer „Amateurfunk“ einzulassen. Nachdem alle der in Reißnagel-Technik  verlöteten Morsepiepser zur Freude des Betreuers innerhalb kurzer Zeit Töne von sich gaben, konnte an das Erlernen des Morsealphabets gegangen werden. Auch die Betriebstechnik, das Einüben der Sprechverbindung, das Führen eines Logbuchs unter Verwendung der Weltzeit und die im Amateurfunk verwandten Abkürzungen und Q-Gruppen waren Thema. Bereits nach ein paar Stunden wussten alle Schüler, dass ein OM (old man) nicht unbedingt ein alter Mann sein muss, sondern die Bezeichnung für den männlichen Funkamateur darstellt. Bei den weiblichen Funkamateurinnen wird da schon genauer unterschieden: eine YL (young lady) ist eine junge Dame, wohingegen eine XYL eine verheiratete Funkerin ist. „73“ bedeutet bei der Verabschiedung „Viele Grüße“ und  88 „Liebe und Küsse“, was man schon mal bei einer YL auf der Gegenseite am Schluss sagen kann. Dazu kam es aber im Lauf des Kurses dann doch nicht, da nur Verbindungen mit „alten Männern“ (OMs) zustande kamen. Eine vom Betreuer ausgemusterte  Fritzel-GPA50-KW-Vertikalantenne für diverse Amateurfunkbänder wurde mit Hilfe des Hausmeisters Werner Seeger auf dem Dach des Musiksaals installiert und prägt nun mit das Bild der Schule. Im Laufe der letzten Wochen kamen Auslandsverbindungen mit Holland, Italien, Wales, England, Griechenland und sogar mit der Kanalinsel Jersey zustande.

Auf www.qrz.com­  konnten sich die teilnehmenden Kids auch gleich ein Bild von den Funkpartnern machen, mit denen sie Kontakt hatten, und sehen, wo auf dem Globus sie anzusiedeln sind.

Am „International Kids Day“ konnte man mit der Schulstation nicht teilnehmen, da dieser in den baden-württembergischen Pfingstferien lag. Aus diesem Grund wich die ganze Mannschaft in einer der letzten Sitzungen auf das leichter zu beherrschende 2m-Band aus, wo man in FM-Qualität mit einer einfachen Handfunke „Made in China“ über das Amateurfunk-Relais Grab arbeiten konnte.

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