Church-Night des Liederkranzes Eutendorf wird wieder ein voller Erfolg

In diesem Jahr wählte der Liederkranz Eutendorf eine neue Form, seine Chöre zu präsentierten: die Church-Night in der Kilianskirche in Eutendorf. Und schon bei der Premiere war die Veranstaltung ein Renner.

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  • Im großen Finale der Church-Night traten alle drei Chöre des Liederkranzes Eutendorf gemeinsam auf. Fotos: Reinhold Haring 1/2
    Im großen Finale der Church-Night traten alle drei Chöre des Liederkranzes Eutendorf gemeinsam auf. Fotos: Reinhold Haring
  • Bernd Scheiderer sorgte mit seinem Dudelsack für einen Höhepunkt. 2/2
    Bernd Scheiderer sorgte mit seinem Dudelsack für einen Höhepunkt.
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"So bunt wie die Frühlingsfarben präsentieren sich heute der Männerchor, sChörle und das Doppelquartett", hatte die erste Vorsitzende des Liederkranzes, Elke Weller, bei ihrer Begrüßung angekündigt. Und sie hatte wahrlich nicht zu viel versprochen. Mit einer großen Bandbreite, was die Musikrichtungen anbelangte, konnten alle drei Chöre überzeugen.

"sChörle" eröffnete den Abend mit seinem Paradestück, dem Lied "We are the World" - im Jahr 1985 von Michael Jackson und Lionel Richie geschrieben. Ein Song für Afrika und speziell für Kinder verfasst. Schon bei der Jahresfeier, wo auch noch die Kinder mitwirkten, war diese Darbietung ein absolutes Highlight. Und wer damals geglaubt hatte, das für einen Laienchor das Optimum gezeigt wurde, wurde eines Besseren belehrt. Der musikalische Leiter Hans-Peter Obereder versteht es immer wieder, noch ein bisschen mehr aus seinen Sängerinnen und Sängern herauszukitzeln. Auch die Songs "Über sieben Brücken", 1978 von der DDR-Band Karat veröffentlicht und 1980 von Peter Maffay gecovert, "My special prayer" des amerikanischen Blues- und Soulsängers Percy Sledge sowie das oft gecoverte und 1984 erschienene "Halleluja" von Leonard Cohen waren ein wahrer Hörgenuss.

Klar, dass auch der Männerchor dem nicht nachstehen wollte und ebenfalls sein Paradestück präsentierte: Das Lied "Island in the sun", bekannt durch Harry Belafonte. Es erinnerte die Zuhörer nicht nur an den Frühling, sondern versetzte sie auch in Karibikträumereien. Mit den Liedern "Heilige Berge" (Montagne sante) des erfolgreichen Komponisten- und Texterduos Ralf Siegel und Bernd Meininger, "Wenn es Abend wird" von Wilhelm Heinrichs und "Musica, du schöne Kunst" zeigten die Akteure des Männerchors, dass der letzte Titel nicht nur zutrifft, sondern sie auch diese Kunst hervorragend beherrschen.

Den letzten Part des weltlichen Teils gestaltete das Doppelquartett des Liederkranzes. Hans-Peter Obereder, musikalischer Leiter der Chöre, hatte dafür die zwei Lieblingslieder der Sänger ausgesucht. "Ive got a feeling" von Lorenz Maierhofer aus der Gospelmesse "Body and Soul" war die richtige Einstimmung auf den Frühling. Und: "Weit, weit weg" von Hubert von Goisern ist ein Song, der den Menschen Hubert von Goisern beschreibt, nicht rastlos aber neugierig und offen gegenüber anderen Kulturen - und die Zuhörer immer berührt.

Bei den geistlichen Liedern beeindruckte "sChörle" neben dem Gospelsong "Lead me, guide me", einst von Elvis Presley dargeboten, "Ich danke meinem Gott" und "Suchen und Fragen" vor allem mit der Chorversion von "Großer Gott wir loben Dich", einem der ökumenischen Kirchenliedern schlechthin. Der Männerchor hatte mit den Liedern "Ich will den Namen Gottes loben", "Vor meines Herzen König", "Meine Zeit steht in deinen Händen" und "Kommt, kommt den Herrn zu preisen" klassische Chorlieder ausgewählt. Wobei alle drei Chöre sowohl den von Bernd Scheiderer am Klavier und Burkhard Tischer an den Rhythmusinstrumenten begleiteten Stücken als auch bei den "A-cappella"-Werken überzeugen konnten. Das Finale bestritten dann - bei einem der wenigen gemeinsamen Auftritte - alle drei Chöre mit dem gemeinsamen Lied "Neigen sich die Stunden" von Lorenz Mayerhofer. Nach diesem beeindruckenden Auftritt wollte das Publikum die Sängerinnen und Sänger gar nicht gehen lassen, sodass mit einer Zugabe das Programm verlängert werden konnte.

Zwischen den Auftritten sorgte übrigens Bernd Scheiderer für einige Höhepunkte. Neben zwei Orgelstücken spielte er so gekonnt auf dem Dudelsack als habe er schottische Vorfahren. Und das Publikum glaubte, zumindest gedanklich, in der "Saint Kilianschurch" im schottischen Hochland zu sein.

Nach dem Konzert hatte der Liederkranz seine Zuhörer zu einem Empfang bei Sekt und Fingerfood ins evangelische Gemeindehaus eingeladen. Bei den dortigen Gesprächen wurde vielfach der Wunsch geäußert, diese Church-Night auch im kommenden Jahr zu wiederholen.

Info Ein Teil der an diesem Abend erhaltenen Spenden geht an die evangelische Kirchengemeinde für die Finanzierung der neuen Friedhofsglocke.

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