Choreographie und Inszenierung

Mit Renate Busse und Alla Reingold sind derzeit zwei Künstlerinnen in der Galerie im Alten Schloss vertreten, die schon in Wien, Berlin oder New York ausgestellt haben. Die Ausstellung wurde am Sonntag eröffnet.

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"Was haben Renate Busse und Alla Reingold gemeinsam?" Mit dieser Frage überraschte Thomas Milz die Besucherinnen und Besucher bei der Vernissage der beiden Künstlerinnen im Wurmbrandsaal des Alten Schlosses. Und er lieferte auch gleich die Antwort. "Beide haben eine schwarze Herkunft". Renate Busse stammt aus dem Schwarzwald, Alla Reingold aus Georgien am Schwarzen Meer.

Eine weitere Gemeinsamkeit ist ihr unterschiedlicher Umgang mit den Farben. Dabei kann der Betrachter viel in die Bilder der beiden Künstlerinnen hineininterpretieren. So zum Beispiel in das Werk "Next exit Hollywood" von Renate Busse. Es ist ein Gewirr von rosa Schleifchen und Knoten, fast wie eine Tanzchoreographie, eine Achterbahnfahrt der Formen.

Oder das Werk "Fruchtpyramide", in dem nicht nur Farben eine Rolle spielen. Die Künstlerin hat aus dem Holzuntergrund die Formen teilweise ausgesägt, das Bild wirkt so plastisch, fast dreidimensional.

Ansonsten beschränkt sich Renate Busse auf das Thema "Flora et Pomona" - Blumen und Früchte. Dementsprechend heißen die ausgestellten Bilder Blumenkinder, Kullerfrüchte, Zwiebeltränen oder Erotic fruit. Das Themengebiet bietet ein unendliches Repertoire für die verschiedensten Materialien. Die Räume im Alten Schloss bieten dafür das ideale Ambiente.

Mit Alla Reingold stellt Renate Busse nicht zum ersten Mal aus, gibt es hier doch noch eine weitere Gemeinsamkeit: Beide Künstlerinnen wohnen mittlerweile in Schorndorf. Reingold hat einen ganz anderen Stil zu malen. Der Großteil ihrer Bilder, die in Gaildorf ausgestellt sind, ist in Mischtechnik auf Leinwand gemalt.

Alla Reingolds Bilder können mit einem musikalischen Werk verglichen werden, eine dramatische Inszenierung, mit Farbakkorden, fein abgestuft, und Klangfarben, die kammermusikalische Stimmungen erzeugen können. In den meisten ihrer Ölbilder beherrscht ein Farbton das Kunstwerk, so bei dem in diesem Jahr entstandenen Werk "Dorf in rot". Man könnte also ohne weiteres von gelben, roten, grünen oder blauen Bildern sprechen. Auch wenn Spuren von anderen Farben in den dominanten Farbflächen auftauchen. Auf den ersten Blick scheinen die Bilder inhaltslos zu sein, rasch gesetzte Striche um am Ende aber wieder zu einen Objekt zusammenzufinden. Dies ist zum Beispiel am Bild "Zwischenräume" bestens erkennbar.

Neben der Einführung durch Thomas Milz und dem Grußwort von Gaildorfs Beigeordnetem Frank Zimmermann gab es bei der Vernissage noch ein weiteres - musikalisches - Highlight. Kira Krippner und Dirk Pokoj umrahmten die Veranstaltung mit eigenen Stücken im Stile französischer Chansons.

Info Die Ausstellung ist in der Galerie im Alten Schloss bis zum 21. April zu den normalen Öffnungszeiten - samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr - zu sehen.

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