Buntes Treiben an der römisch-germanischen Grenze

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Die illustre Römergruppe "Numerus Brittonum" aus Welzheim bringt am heutigen Samstag und morgigen Sonntag, jeweils ab 10 Uhr, wieder Leben an die antike Grenze - und zwar direkt in Schwäbisch Gmünd.

1800 Jahre ist es nun her, dass der obergermanisch-rätische Limes sich durch das Taubental erstreckte. Mit rund 550 Kilometern war er eine der längsten Grenzanlagen der Geschichte. Bei Schwäbisch Gmünd bildete der Limes für rund 100 Jahre die Grenze zwischen Römern und Germanen. Mehrere Ausbaustufen konnten bislang nachgewiesen werden. Zuletzt bestand er aus Wachtürmen, die mit einer Steinmauer fest verbunden waren.

Die Grenzbefestigungen dienten dazu, kleinere Germanengruppen, die immer wieder plündernd in das römische Reich einfielen, möglichst früh auszumachen und notfalls auch zu bekämpfen. Der Limes war jedoch keineswegs unüberwindbar. An bestimmten Punkten richteten die Römer Grenzübergänge für den Handels- und Warenverkehr ein. An diesen Stellen kontrollierten römische Soldaten die Händler und erhoben Zölle.

Nachdem der Limes lange Zeit fast vergessen war, ist er heute ein beliebtes Ausflugs- und Wanderziel. Besonders seitdem er 2005 zum Unesco-Welterbe erklärt wurde. Seit diesem Sommer informieren Infotafeln auch im Taubental über den Verlauf und die Funktion des Limes.

Die Römergruppe Numerus Brittonum aus Welzheim sorgt nun dort - wie gesagt: heute und morgen ab 10 Uhr - für buntes Treiben: Römische Soldaten versehen wieder ihren Dienst und richten einen Grenzübergang zwischen "Himmelsgarten" und "Erdenreich" der Landesgartenschau ein. Interessierte Besucher können auf diese Weise mehr über eine spannende Epoche der Landesgeschichte erfahren, selbst einmal eine Rüstung anprobieren oder einfach nur am Alltag der Soldaten teilhaben.

Info Weitere Informationen gibt es unter www.schwaebisch-gmuend.de oder eben bei einem Besuch der Landesgartenschau zu den genannten Zeiten.

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