Bürgermeisterwahl: Ein Trio träumt vom Traumberuf

Es gibt offenbar keinen schöneren Beruf als den des Bürgermeisters von Gaildorf. Alle drei Bewerber, die sich am Dienstagabend in der Limpurghalle vorstellten, schwärmten in den höchsten Tönen von der Stadt.

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Im Foyer der Limpurghalle lehnt oder liegt ein ganzes Arsenal an Regenschirmen, Menschenmassen schieben sich an diesem Dienstagabend in den Schenk-Albrecht-Saal zur Bewerbervorstellung für die Bürgermeisterwahl am 20. Juli. An Nikolaos Sakellariou, als Letzter aufs Kandidatenkarussell aufgesprungen, kommt fast niemand vorbei. Er verteilt an der Garderobe seinen aktuellen Flyer und begrüßt die "lieben Gaildorfer", so es das Gedränge erlaubt, per Handschlag.

Drinnen im Saal ist es den für die Stadt wichtigen Umständen entsprechend unruhig. Frank Zimmermann, Kandidat Nummer eins und einziger Gaildorfer auf dem Stimmzettel, freut sich auf manch zustimmendes Schulterklopfen von Gästen. Er wird später zwischen seinen Mitbewerbern in der ersten Reihe sitzen, Sakellariou und dessen Ehefrau Heike Frieß zur Rechten, Oliver Taschowsky mit Ehefrau Berenice zur Linken. Taschowsky, dritter Bewerber, harrt lächelnd und gefasst des weiteren Procederes.

Schlagartig, es ist 19.07 Uhr, sinkt der Geräuschpegel. Bürgermeister Ulrich Bartenbach, der zum 31. August aus dem Amt scheidet, erläutert mehr als 700 Gaildorfern den "Fahrplan" zur Wahl seines Nachfolgers. Und er appelliert an alle: "Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch, stärken Sie den Bürgermeister durch Ihre Wahl!"

Zur lästigen Pflichtübung gerät der mehrmalige Aufruf des Rathauschefs an Kandidat Nummer zwei, der Rüdiger Roger Widmann heißen und in der Stadt aber noch nicht gesehen worden sein soll: "Herr Widmann, sind Sie im Saal"? Keine Reaktion. Das "Phantom" hatte damit sein Recht, an der Vorstellung teilzunehmen, verwirkt.

Die drei ernsthaften Bewerber schreiten zur Vorstellung. Während einer redet, müssen die anderen im Kernersaal ausharren. Und dann erfahren die Gaildorfer drei Mal, wie schön doch ihre Stadt ist - und dass der Beruf des Bürgermeisters ein wahrer Traumjob sein muss . . .

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