Bürgermeister zeigen Flagge

Morgen wehen in mehr als 200 deutschen Gemeinden wieder die Flaggen der „Mayors for Peace“. Erstmals wirkt auch das Ostalb-Landratsamt mit.

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Die Flagge der internationalen Organisation Mayors for Peace  Foto: 

Es werden keine gewöhnlichen Flaggen sein, die am morgigen Freitag in vielen Städten und Gemeinden weltweit gehisst werden. Die „Mayors-for-Peace“-Flaggen zeigen eine weiße Taube mit dem Wort „Peace“ vor einem grünen Hintergrund. Bürgermeister, die diese Flagge hissen lassen, sind dem weltweiten Bündnis „Mayors for Peace“, zu deutsch: Bürgermeister für den Frieden  beigetreten.

Mit dem Hissen der Flagge appellieren die Bürgermeister an die Staaten der Welt, Atomwaffen endgültig abzuschaffen. Die Aktion erinnert an ein 20 Jahre altes Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag. Das Hauptrechtssprechungsorgan der Vereinten Nationen stellte am 8. Juli 1996 fest, dass die Androhung und der Einsatz von Atomwaffen mit den Regeln des humanitären Kriegsvölkerrechtes nicht vereinbar sind. Die Organisation „Mayors for Peace“ wurde 1982 vom Bürgermeister von Hiroshima gegründet.

25 Gemeinden im Ostalbkreis sind beigetreten

Auf der Homepage von „Mayors for Peace“ sind, Stand: 1. Juli, weltweit 7095 Mitglieder aufgelistet. In Deutschland sind es 463 Städte und Gemeinden, darunter auch Schwäbisch Hall und Crailsheim. Aus Baden-Württemberg ist aber insbesondere der Ostalbkreis im Bündnis stark vertreten. Der Landrat, die Oberbürgermeister von Aalen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd und die Hälfte aller Ortsbürgermeister, insgesamt 25 Städte und Gemeinden, werden sich am Freitag beteiligen.

Mutlangens ehemaliger Bürgermeister Peter Seyfried habe dafür einen „enormen Beitrag“ geleistet, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes. Er habe nicht nur im Ostalbkreis, sondern deutschlandweit um Mitglieder für die „Mayors of Peace“ geworben. Auf seine Initiative hin soll es nun auch erstmals eine gemeinsame Aktion mit Landrat Klaus Pavel geben. Am Dienstag, 12. Juli, wird die Mayors-for-Peace-Flagge erstmals auch vor dem Landratsamt in Aalen gehisst.

Die Flaggen-Aktion dient nicht nur der Erinnerung an das Den Haager Rechtsgutachten, sie hat auch einen aktuellen Bezug. Seit Januar verhandelt eine neue UN-Arbeitsgruppe über die Möglichkeiten der nuklearen Abrüstung.

Die „Mayors for Peace“ sind in dieser Arbeitsgruppe als Repräsentanten der Zivilgesellschaft vertreten. Gegen die Einsetzung dieser Arbeitsgrupe votierten die Atomwaffenmächte USA, Frankreich, Großbritannien und die meisten ihrer mitteleuropäischen Verbündeten. Deutschland und andere NATO-Mitglieder enthielten sich.

Nach einer aktuellen Forsa-Umfrage sind 93 Prozent der Bundesbürger dafür, ein völkerrechtliches Verbot der Atomwaffen zu verhängen.

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