Bürgerinitiative "Krankenhaus Gaildorf"

Die am Dienstagabend aus der Taufe gehobene Bürgerinitiative "Krankenhaus Gaildorf" will nichts unversucht lassen, um die kleine, von der Schließung bedrohte Klinik noch zu retten.

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Bürgerinitiative "Krankenhaus Gaildorf", am Dienstag, 24. April 2012 im Evangelischen Gemeindehaus Gaildorf gegründet. Bild zeigt die fünf Sprecher mit Bürgermeister Ulrich Bartenbach. Von links: Karl-Dieter Diemer, Dr. Faranak Burr, Dr. Ulrich Bauer, Ulrich Bartenbach, Cornelia Dähmlow und Karl Eichele  Foto: 

"Mit Ihrer Unterstützung wird es eine erfolgreiche Zeit!" Mit diesen Worten machte Cornelia Dähmlow am Dienstagabend im evangelischen Gemeindehaus den etwa 60 Menschen Mut, die gekommen waren, um die von ihr initiierte Bürgerinitiative (BI) für den Erhalt des Gaildorfer Krankenhauses aus der Taufe zu heben und zu unterstützen.

Karl-Dieter Diemer, der die bis ins Detail vorbereitete und strukturierte Versammlung moderierte, kam ohne Umschweife auf den Punkt: Nicht nur das Interesse am Widerstand gegen die zum 1. Juli durch Diak und Landkreis beabsichtigte Schließung der Klinik sei gefragt, sondern auch aktive Mitarbeit. Und er gab auch gleich die Marschroute vor: "Wir wollen heute Abend unserem Widerstand Form und Inhalt geben."

Das Ziel der BI (in freier Form) lautet kurz und bündig: "Erhalt des Krankenhauses in Gaildorf". Doch das, räumte Diemer ein, "wird kein leichter Job, denn wir stehen zeitlich sehr unter Druck!"

Schnell und diszipliniert abgewickelt waren denn auch die Regularien und der Eintrag der Gründungsmitglieder in die vorbereiteten Listen. Wobei weitere Mitglieder stets willkommen sind - etwa zu den wöchentlichen Arbeitstreffen. Denn: "Wir brauchen das Wir-Gefühl, jede erdenkliche Hilfe", beschwor Cornelia Dähmlow auch diejenigen Bürgerinnen und Bürger, die an diesem Abend verhindert waren.

"Wir müssen den Kreis in die Pflicht nehmen", forderte Dr. Faranak Burr. "Wir wollen ja keine teure Medizin, sondern eine Grundversorgung der Menschen im Limpurger Land. Ist das denn zu viel verlangt?"

Per Beifall gab es das erklärte "Nein" der Versammlung. Allerdings schlug Erhard Ostermann vor, möglichst schnell einen Verein zu gründen, "sonst sind wir nichts". Dies will die Initiative im Auge behalten - bestimmte zunächst aber ihre Sprecher. Nämlich: Neben den Initiatoren Cornelia Dähmlow, Dr. Faranak Burr und Karl-Dieter Diemer auch den langjährigen Chirurgie-Chefarzt Dr. Ulrich Bauer und den SPD-Kreisrat Karl Eichele. Der ebenfalls vorgeschlagene Bürgermeister Ulrich Bartenbach bat um Nachsicht: "Meine Position ist stärker, wenn ich nicht in der Bürgerinitiative bin." Gleichwohl unterstütze er die BI nach Kräften.

Bartenbach warb auch um Verständnis, wenn er über derzeit laufende Gespräche mit Klinik-Geschäftsführer Werner Schmidt, der sich um einen neuen Nutzer des Krankenhausgebäudes bemühe, noch nichts Konkretes sagen könne.

Info Ab sofort läuft im ganzen Limpurger Land eine Unterschriftenaktion für den Erhalt des Krankenhauses. In Geschäften und öffentlichen Einrichtungen liegen Listen aus. Mitglieder der Bürgerinitiative gehen aber auch von Haus zu Haus.

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