Brücken sollen längstmöglich erhalten bleiben

Untergröningen soll eine Umfahrung erhalten. Dazu werden auch neue Brücken gebaut. Doch nun müssten die alten Bauwerke saniert werden.

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Nach 2018 soll Untergröningen eine Umfahrung erhalten. Archivfoto: Peter Lindau  Foto: 

In der Debatte im Untergröninger Ortschaftsrat ging es um den Bestand der beiden Brücken über den Kocher. Diese müssten jetzt saniert werden. Die Ortsumgehung von Untergröningen soll spätestens im Jahr 2018 gebaut werden. Dazu ist der Neubau von zwei Überquerungen über den Kocher notwendig.

Die Teilortsumgehung sei ja schon eine jahrzehntelange Geschichte, sagte Bürgermeister Armin Kiemel. Im Jahr 2002 sei die Gemeinde bei der Planung für den Bund in Vorleistung gegangen. Die Straßenbaumeisterstelle Ellwangen habe nun in Gesprächen signalisiert, dass man wegen des derzeitigen Planungsengpasses voraussichtlich erst 2018 mit dem Bau der Umgehung beginnen könne. Dabei wies die Behörde darauf hin, dass die beiden bestehenden Brücken in die Schadstufe 3,5 eingestuft worden seien und eigentlich jetzt saniert werden müssten.

Ortschaftsrat ist  für eine Übergangslösung

Der Bürgermeister wies darauf hin, dass dann mit einer Überschreitung der Baukosten für die Teilortsumgehung, die als so genannte Kleinmaßnahme des Bundes mit einer Kostengrenze von fünf Millionen Euro eingestuft worden ist, gerechnet werden müsse. Da sowohl Land und Bund nun auf eine Antwort über die weitere Vorgehensweise der Gemeinde bezüglich der weiteren Verwendung der alten Brücken warten, fasste der Ortschaftsrat den Entschluss, die beiden alten Flussübergänge so lange wie möglich zu erhalten, bis die von der Gemeinde geplante Argenbachbrücke gebaut worden ist.

Bei der unteren Brücke wäre die Anbindung aus der Ortsmitte auf die neue Umgehungsstraße verkehrstechnisch wegen eines zu spitzen Winkels zu gefährlich, führte Armin Kiemel aus. Die obere Brücke von Abtsgmünd her kommend, würde später auf jeden Fall abgerissen werden, da die neue Brücke dort eine problemlose Anbindung an den Ortskern erlaubt. Unabhängig davon müssen die zwei neuen Kocherbrücken für die Teilortsumgehung vom Bund gebaut werden.

Bürgermeister Armin Kiemel wies darauf hin, dass dann ein in diesem Bereich liegendes Regenüberlaufbecken verlegt werden müsse. Hier wäre mit Kosten von knapp einer Million Euro zu rechnen. Ortschafts- und Gemeinderat Wilfried Horlacher wies darauf hin, dass das Ganze natürlich nur dann funktionieren werde, wenn die Gemeinde zeitnah auch die Argenbachbrücke bauen würde. Diese soll den von Sulzbach her kommenden Verkehr von der B 19 in den innerörtlichen Bereich führen. Damit wäre zu einem späteren Zeitpunkt die untere Brücke überflüssig.

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