Bombastischer Kultrock bei der Kulturschmiede Gaildorf

Für den Gaildorfer Peter Frey war das erneute Gastspiel der Rockband Jane am Samstagabend in der Kulturkneipe Häberlen ein Wiedersehen mit dem Gründungsmitglied und Keyboarder Werner Nadolny.

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Torsten Ilg, Sänger der Rockband Jane im Häberlen. Foto: Rainer Hasenmaier

Peter Frey bildete bei dem Gaildorfer Auftritt von Jane in der damaligen Festhalle, dem Vorgänger der Limpurghalle, mit anderen Musikern aus der Region unter dem eigens ausgedachten Namen Melting Pot die Vorgruppe von Jane. Damals wurde sie gelegentlich auch als die deutschen Deep Purple bezeichnet. Nach dem Tod des Gründungsmitglieds Peter Panka im Jahr 2007 übernahm Werner Nadolny die Bandleitung, aktuell unterstützt von dem Sänger Torsten Ilg aus Baden-Baden, dem einzigen Nicht-Nordlicht der Band, dem Gitarristen Dete Klamann aus Neustadt am Rübenberge bei Hannover, dem Keyboarder Frank Werwitzki, dem Bassisten Rolf Vatteroth, beide aus Peine, und dem rockigen Schlagzeuger Sven Petersen, der wie Werner Nadolny aus Hannover kommt. Seit ihrer Gründung am 5. Dezember 1970 haben die Musiker von Jane nach dem Debütalbum "Together" über 25 Werke mit mehr als 2,5 Millionen verkauften Tonträgern produziert - goldene Schallplatten und zahlreiche Auszeichnungen inklusive. Bei ihrem Auftritt am Samstag kündigten sie eine Mischung aus alten und neuen Liedern an, die auch auf der empfehlenswerten CD "The Journey I Best of Jane 70 - 180" zu finden ist und von der die Band einige Kostproben präsentierte, wie "Daytime", "Fire, Water, Earth und Air" oder "Hangman". Dazu eine weitere Mischung zwischen rockig-rhythmischen und sehr melodischen Liedern. Wiederholter Beifall zeigte, dass die Mischung bei den Zuhörern voll ankam.

Die Erwartungen an das Konzert waren zuvor hoch. Einige Tage vor dem Auftritt konnte "ausverkauft" vermeldet werden. So wurde im Häberlen das Gastspiel mal wieder zum "Stehkonzert" und die Ansprüche wurden voll eingelöst, auch von denen, die den Auftritt von 1974 noch in Erinnerung hatten. Immer wieder beeindruckten die einzelnen Musiker mit der perfekten Beherrschung ihres Metiers mit Soli. Zusammen klangen sie wie aus einem Guss. Jane ist auch nach 43 Jahren noch immer eine deutsche Spitzenrockband. Bei einer der beiden Zugaben zeigten sie dazu ihre unterhaltsamen Fähigkeiten, als die "Jungs und Mädels" im Publikum animiert wurden, im Wechsel den Refrain zu singen, was auch prima klappte. Ein Wiedersehen und -hören dauert hoffentlich nicht wieder 40 Jahre, war von etlichen Gästen zu hören. Vielleicht nach der Produktion einer neuen CD? Warten wirs ab!

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