Betrügerische Spendensammler suchen sich ältere Passanten als Opfer

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Obwohl in jüngster Zeit häufig vor betrügerischen Spendensammlern gewarnt wurde und die Polizei im Ostalbkreis schon mehrfach erfolgreich einschreiten konnte, wird weder die Zahl der Betrüger kleiner, noch kann verhindert werden, dass sie immer wieder erfolgreich sind. Dieses Mal erbeuteten Betrüger in Aalen und Schwäbisch Gmünd von spendenwilligen Bürgern mehr, als diese bereit waren, freiwillig zu geben. In Aalen etwa traten auf einem großen Parkplatz an der Gartenstraße zwei Bettlerinnen auf, eine führte eine Spendenliste, die andere ein behindertes Kind mit sich. Die beiden gingen auf eine Passantin zu und gaben zu verstehen, dass sie taubstumm seien und für ebenso geschädigte Kinder sammeln würden. Als die Frau daraufhin fünf Euro überreichte, trug die Sammlerin in ihren "Sammelnachweis" 9 Euro ein. Dies veranlasste die Spenderin, die fünf Euro zurückzunehmen und stattdessen zehn Euro zu überreichen. Als sie kurz darauf ihr Fahrzeug erreicht hatte, wurde sie nochmals von den Sammlern angegangen: Zehn Euro seien doch zuviel, deshalb solle sie doch wieder nur die fünf Euro spenden. Erst tags darauf bemerkte die 62-jährige Frau, dass sie weder fünf, noch zehn Euro, sondern 335 Euro "gespendet" hatte. Die Sammler hatten ihr noch 330 Euro aus der Geldbörse gezogen.

Auch in Gmünd traten zwei diebische Bettlerinnen auf. Die beiden waren nicht "taubstumm", sondern sprachen ihr ausgepähtes Opfer in schlechtem Deutsch an: Es werde Geld für den Bau eines Heims für behinderte Kinder gesammelt. Ihr 82-jähriges Opfer glaubte danach, einen Euro gespendet zu haben, bis er kurze Zeit später in seinen Geldbeutel schaute und feststellte, dass neben dem einen Euro auch ein Fünfzig-Euro-Schein fehlte.

Dieser Vorfall ereignete sich auf dem Marktplatz. Die Personenbeschreibungen ähneln sich. Die Polizei warnt nun nochmals und nachdrücklich, "sich solchen Spendensammlern gegenüber zu vertrauensselig zu verhalten". Wenn man spenden wolle, solle man auf jeden Fall einen großen Abstand zwischen sich und den Sammlern einhalten. Werde dieser Abstand nicht eingehalten, "ist niemand vor den überaus flinken Fingern gefeit".

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