Betriebe suchen qualifizierte Kräfte

Die Erwerbslosigkeit hat sich in Ostwürttemberg im November gegenüber dem Oktober geringfügig um 46 auf 9194 Arbeitslose verringert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es jedoch 56 Arbeitslose mehr.

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Von der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt profitierte insbesondere der Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III). Das SGB III umfasst Leistungen und Maßnahmen zur Arbeitsförderung.Sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch zum Vorjahr ging die Zahl der Arbeitslosen zurück. Während die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg im Bereich der Arbeitslosenversicherung im Vorjahresvergleich um 0,3 Prozent anstieg, sank sie in Ostwürttemberg um 2,8 Prozent. Im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) hingegen stieg die Zahl der Arbeitslosen sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch zum Vorjahresmonat an.

Auch im Landesvergleich entwickelte sich die Zahl der Hartz-IV-Empfänger  weit ungünstiger als im Bereich der Arbeitslosenversicherung. Im Vorjahresvergleich ging die Arbeitslosigkeit im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) im Land um 0,4 Prozent zurück, während sie in Ostwürttemberg um 3,8 Prozent anstieg. Auch die Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen verlief im Vorjahresvergleich sehr unterschiedlich. Die Spanne der Veränderungen reicht im November von einem Rückgang von 4 Prozent bei den deutschen Arbeitslosen bis zu einer Zunahme von 15,7 Prozent bei den ausländischen Arbeitslosen. Zurückzuführen ist dies hauptsächlich auf das zunehmende Qualifizierungs- und Sprachniveau der Asylbewerber und Flüchtlinge, die nun vermehrt versuchen, mit Hilfe der Arbeitsagentur und Jobcenter auf dem regionalen Arbeitsmarkt einzumünden. Zusätzlich verzeichnet das Arbeitsamt seit geraumer Zeit einen erhöhten Zuzug aus dem europäischen Ausland. Die Arbeitslosigkeit sei kein fester Block, vielmehr gebe es auf dem Arbeitsmarkt eine hohe Dynamik.

Im November meldeten sich 2611 Personen arbeitslos. Das waren 341 mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 2659 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Dies waren 234 mehr als im November des letzten Jahres. Erneut meldeten sich mehr Menschen aus Erwerbstätigkeit arbeitslos (1032) als umgekehrt aus Arbeitslosigkeit in Erwerbstätigkeit (737) ab. Der Arbeitsmarkt zeichnet sich weiterhin durch eine hohe Nachfrage an qualifizierten Arbeitskräften aus.

So wurden im November 1267 neue Arbeitsstellen der Arbeitsagentur und den Jobcentern in Ostwürttemberg gemeldet. Dies sind 74 mehr als noch vor einem Jahr. Aktuell stehen den Vermittlungsfachkräften 5410 Arbeitsstellen zur Vermittlung von Arbeitslosen und Arbeitsuchenden zur Verfügung. Die höchste Nachfrage kam mit 525 Stellenzugängen aus dem verarbeitenden Gewerbe. Gefolgt vom Bereich Lager und Logistik mit 196 Stellenzugängen. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich in beiden Landkreisen weiterhin unterschiedlich. So sank die Arbeitslosigkeit im Landkreis Heidenheim mit 0,9 Prozent etwas stärker als im Ostalbkreis. Hier sank die Zahl der Arbeitslosen nur um 0,2 Prozent.

Betrachtet man die Entwicklung der Arbeitslosen im Jahresvergleich, muss man konstatieren, dass es im Ostalbkreis einen leichten Rückgang um 0,1 Prozent gab, während die Behörde in Heidenheim eine Steigerung um 1,7 Prozent verzeichnet.

Die wichtigsten Zahlen  aus der Region Ostwürttemberg: Arbeitslose: 9194 (November 2015: 9138), Arbeitslosenquote:  3,8 (November 2015: 3,8). Im Ostalbkreis suchten 5641 Menschen einen Job, im November 2015 waren es mit 5618 etwas weniger. Die Arbeitslosenquote betrug 3,2 Prozent, im Vergleichsmonat November 2015: 3,3 Prozent. Im Landkreis Heidenheim waren 3580 Personen arbeitslos gemeldet, die Quote liegt bei 5,1 Prozent, im Vorjahr: 5,0 Prozent.

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