Beim Bäumepflanzen wird die Nachhaltigkeit spürbar

Den Lebensraum Wald haben die Neuntklässler der Parkschule erkundet. Dabei lernten sie auch, wie anstrengend Nachhaltigkeit sein kann.

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Forstamtsleiter Karl-Dieter Diemer (rechts) und der Lehrer Reinhard Blaschke (links) mit den Neuntklässlern der Parkschule im Wald. Die Gruppe hat während des Projektes auch Fühlkästen und Waldtiere aus Holz hergestellt. Privatfoto

Wie man nachhaltig mit dem Lebensraum Wald umgeht, lernte im vergangenen Schulhalbjahr die Natur-und-Technik-Fachgruppe (NuT) der Abschlussklasse 9 an der Gaildorfer Parkschule. Karl-Dieter Diemer, Leiter des Forstamts, und Reinhard Blaschke, Lehrer der Parkschule, vermittelten in diesem Zusammenhang in Kooperation praktische und theoretische Inhalte zum Thema Lebensraum Wald.

Auslöser für die Kooperation war die Jahrfeier zur Nachhaltigkeit: Der Begriff wurde bereits vor 300 Jahren geprägt. Als Nachhaltigkeit im Sinne des Projektes verstehen die Lernpartner, dass pro Jahr nicht mehr Holz abgeerntet werden darf, als im gleichen Zeitraum auch wieder nachwachsen kann. So traf sich die Gruppe freitagvormittags zum projektorientierten Unterricht, teils im Klassenzimmer und teils - für die Schüler interessanter - in der freien Natur.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Diemer: "Wir haben uns an einem Freitag morgens getroffen und in Unterrot Tannen gepflanzt. Hierdurch sollte den Schülern der Kreislauf des Waldes vermittelt werden. Wenn der Mensch zu viel abholzt, müssen im Rahmen der Nachhaltigkeit Pflanzungen stattfinden. Und nach dem Pflanzen von 500 Tannen weiß man wie anstrengend Nachhaltigkeit sein kann. Deshalb gab es im Anschluss 30 Grillwürste für die fleißigen Helfer."

Neben der Pflanzung fertigten die Schüler auch noch Fühlkästen an, die im Bereich der Waldpädagogik eingesetzt werden. Zudem wurden Waldtiere aus Holz hergestellt. Sie werden von Diemer für die sogenannten "Pirschpfade" verwendet, die vor allem für Waldbegehungen mit Grundschülern aufgebaute werden. Die Kinder können die Tiere dann beim Begehen des Pirschpfades bestimmen.

Eine weitere Aufgabe während des Projektes war es, den CO2-Fußabdruck Deutschlands zu bestimmen. Dazu werden Bäume vermessen und aus Höhe und Durchmesser das Volumen errechnet. Aus diesen Daten kann dann ermittelt werden, wie viel Kohlendioxid ein Baum aufnehmen kann. Die Schüler stellten fest: In Deutschland wird mehr CO2 ausgestoßen, als die Wäldern abbauen können.

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