Beate Schaffitzel und Elfi Frank zeigen Aktbilder in Gaildorf

Aktbilder prangen an den Wänden und ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Am Freitag eröffneten Beate Schaffitzel und Elfi Frank in der Gaildorfer Kulturkneipe Häberlen ihre Ausstellung "Nackte und Nanas".

|
Vorherige Inhalte
  • Beate Schaffitzel und Elfi Frank bei der Ausstellungseröffnung im Häberlen. Sie zeigen Aktbilder, die in der Haller Sommerakademie entstanden sind. Außerdem sind die Ergebnisse eines von ihnen organisierten Nana-Workshops zu sehen. 1/4
    Beate Schaffitzel und Elfi Frank bei der Ausstellungseröffnung im Häberlen. Sie zeigen Aktbilder, die in der Haller Sommerakademie entstanden sind. Außerdem sind die Ergebnisse eines von ihnen organisierten Nana-Workshops zu sehen.
  • Hier spielt die Musik: Tim Schaffitzel (links) und Max Frey umrahmten die Ausstellungseröffnung an Klavier und Gitarre. Fotos: Karl-Heinz Rückert 2/4
    Hier spielt die Musik: Tim Schaffitzel (links) und Max Frey umrahmten die Ausstellungseröffnung an Klavier und Gitarre. Fotos: Karl-Heinz Rückert
  • Christa Autenrieth mit ihrer "Nana". 3/4
    Christa Autenrieth mit ihrer "Nana".
  • 4/4
Nächste Inhalte

Vorsichtig kommentierten die beiden Künstlerinnen ihre Exponate mit üppigen femininen Rundungen und maskuliner Ästhetik. Abstrakt verfremdet, teils farblich überzeichnet, stießen beide bei ihrem künstlerischen Schaffen an die Grenzen der Anatomie und bedauerten augenzwinkernd, im Biologieunterricht nicht besser aufgepasst zu haben. Im nächsten Atemzug versicherte Elfi Frank den Besuchern der Vernissage von "Nanas und Nackte" in der Gaildorfer Kulturkneipe Häberlen, die Ausstellung umfasse nur Teile, die man sich zu zeigen trauen könne.

Für die Aktbilder in unterschiedlichen Techniken standen Schaffitzel und Frank bei dem einwöchigen Seminar in der letzten Sommerakademie fünf ebenso unterschiedliche Modelle zur Verfügung. Unter der künstlerischen Anleitung von Michael Klenk entstanden auf diese Weise "wilde Ölgemälde", Aquarelle, Pastellkreidezeichnungen, Bilder in Acryltechnik und Drucke, sogenannte Monotypien.

Elfi Frank und Beate Schaffitzel verbindet mehr als ihre künstlerische Kreativität. Beide sind in Sulzdorf aufgewachsen, sich aber bewusst erst auf der Realschule in Hall begegnet. Dann verloren sie sich aus den Augen. Vor zehn Jahren trafen sie sich bei einem Bauchtanzkurs wieder und stellten fest, dass ihre künstlerischen Interessen immer noch dieselben sind, erinnert sich Beate Schaffitzel.

Der Weg des weiteren gemeinsamen Schaffens war damit vorgezeichnet. Doch beim Zeichnen und Malen blieben beide nicht stehen. In einer Kur hat sich Elfi Frank an Skulpturen gewagt und eine Nana-Figur gefertigt, frei nach den Vorbildern von Niki de Saint Phalle.

Damit war das nächste gemeinsame Kunstprojekt geboren. Im Gasthaus Adler in Spöck veranstalteten Frank und Schaffitzel an zwei Samstagen einen Nana-Workshop. Zehn Frauen sind der Einladung zu dieser Veranstaltung gefolgt und haben mit viel Papier, Leim und Kreppband bunte üppige Frauenkörper geformt. Die Skulpturen der Teilnehmerinnen ergänzen nun die Ausstellung in der Kulturkneipe. Erst wenn sich die Augen von den Gemälden an der Wand gelöst haben, entdeckt man die kleinen Charakter-Kunstwerke auf den Fensterbänken.

Getragene Gitarrenmusik und bluesiges Klavierspiel von Tim Schaffitzel und Max Frey umrahmten die Ausstellungseröffnung. Der musische Beitrag rundete die angenehme, fast familiäre Atmosphäre in der Kneipe trefflich ab.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Der lange Weg zum Gaildorfer Stadtmuseum

In der Nachkriegszeit waren die ersten Versuche, ein Stadtmuseum mit Dauerausstellung einzurichten, zum Scheitern verurteilt. Gaildorf musste bis zum Jahr 2004 auf seine „Schatzkammer“ warten. weiter lesen