Abseits ausgetretener Pfade

Die hintersten Winkel heimischen Forsts lernten die Abenteuerlustigen unter den Gaildorfer Albvereinlern und eine erfreulich quirlige Schar Jugendlicher mit "Scout Mingo" alias Dieter Hähnle kennen.

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  • Eine abenteuerlustige Schar Albvereinler hat sich diese Tage aufgemacht, den heimischen Dschungel zu erkunden. Bei der nicht alltäglichen Tour waren nasse Hosenbeine nicht zu vermeiden. Privatfotos 1/2
    Eine abenteuerlustige Schar Albvereinler hat sich diese Tage aufgemacht, den heimischen Dschungel zu erkunden. Bei der nicht alltäglichen Tour waren nasse Hosenbeine nicht zu vermeiden. Privatfotos
  • Dieter Hähnle als "Scout Mingo" mit seinem "Schweizer Gertel". 2/2
    Dieter Hähnle als "Scout Mingo" mit seinem "Schweizer Gertel".
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Für seine Tour abseits ausgetretener Pfade hatte er vorsorglich ein "Schweizer Gertel" mitgebracht, von den Wanderern eher als Machete identifiziert und ahnen lassend, was auf sie zukommt.

Seiner "Läbbdaag" sei er hier noch nicht hergekommen, meinte einer der Sulzbacher Teilnehmer, erstaunt über die dschungelartigen, verborgenen Naturschätze seiner Heimat. Schon bald wich anfängliche Vorsicht der Einsicht, dass Schuhwasser und nasse "Hosaboiner" nicht zu vermeiden waren. "Oifach nei" war das Motto und so forderten auch die Kinder kein weiteres Programm und die "Machete" konnte getrost weggepackt werden. Kleine Wasserfälle, Farne, Moose, Totholz, Käfer, Baumpilze, sich in die Höhe windender Efeu und jede Menge Naturhindernisse ließen keine Langeweile aufkommen.

Als erster Höhepunkt bot eine imposante Sandsteingrotte am oberen Ende der Mühlenbachklinge nicht nur was für das Auge, sondern auch Spannung. Die Kinder kraxelten unbefangen am Steilhang vorneweg, und so beflügelt schafften es auch die Erwachsenen ohne Ausrutscher - die drei "Begleithunde" sowieso.

Zehn Prozent naturbelassener Bannwälder, wie sie in den Klingen mangels Zugang von Haus aus zu finden sind, seien bei den staatlichen Wäldern in Zukunft angestrebt, erläuterte Forstwirt Hähnle unterwegs. Noch gibt es also weniger. Auch in der Heiligenbachklinge abwärts war gute Balance gefragt, ob obendrüber, untendurch oder einfach mitten durch den Bach und eine kleine Stärkung wurde anschließend nach Erreichen des Egelsbachs in der Nachmittagssonne dankbar angenommen. Entgegen manch innerlichen "geschaffts", wartete am Egelsbach entlang die letzte Herausforderung. Hier entdeckte man sich emporwindenden Bittersüßen Nachtschatten, der sonst eher selten zu sehen ist und reizvolle Schachtelhalme. Dass es plötzlich ganz finster wurde und ein heftiger Regenguss die Wanderer am Ende bis zur Schlusseinkehr begleitete, nahmen sie gut gelaunt als passenden Abschluss eines besonderen Naturerlebnisnachmittags hin.

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