„Zom Lacha ond zom Heula schee!“

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Für die Naturparkführer im Schwäbisch-Fränkischen Wald war das Jubiläum anlässlich des zehnjährigen Bestehens ihres Vereins ein wahrer Grund zum Feiern (wir haben berichtet). Nicht von ungefähr kam eine eindrucksvolle musikalische Geste: Die Mundartband „Wendrsonn“ sorgte mit ihrem „Hoimspiel“-Konzert für ein zünftiges Geburtstagsständchen.

„Da bin i dahoim“

Die Hymne auf den Schwäbisch-Fränkischen Wald – „Da bin i dahoim“ – stammt von den Schwabenrockern, die hier auch beheimatet sind. Ein sentimentaler Rückblick zum Naturparkführerjubiläum war mit dem Konzert im Zirkuszelt im Murrhardter Stadtgarten nicht zu erwarten. Das ahnten die mehr als 600 Gäste, die sich zum Konzertabend im und vor dem Festzelt drängten.

In gewohnter Weise führte sich die Band mit frechen Anspielungen auf ihre Herkunft bei den Gästen ein. Zwar hielt Markus Stricker sein Halssprayfläschle immer parat, weil ihm die Gurgel schmerzte. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, über Gott und die Welt Lästerliches vom Stapel zu lassen. Das Publikum ließ er dennoch wissen, dass Murrhardt seine „zweite Heimat“ sei – zumindest was seine sieben Jahre Gymnasiastenzeit in der Stadt anbelangt.

Mit seinen Erinnerungen an die Folgen ausschweifender Feiern bei den Murrhardter Lichterfesten in den 1980er-Jahren und deren folgenschweren Heimwegen in Richtung Sulzbach fand er auch Leidensgenossen im Zelt. Weil ihm aber seine lose Gosch wegen ihrer Heiserkeit doch Probleme bereitete, leitete er schnell zum musikalischen Programm über und überließ der röhrigen Stimmgewalt von Birgit Bender die gesanglichen Parts.

Die brachte hin und wieder ihren männlichen Partnern auf der Bühne im wahrsten Sinne des Wortes Flötentöne bei. Das hielt wiederum Markus Stricker nicht hinter seinem Keyboard. Immer wieder wirbelte er wie ein Derwisch mit Ziehharmonika und Gitarre über die Bühne und gab theatralisch den Komiker. Daneben brachte die Musik das Zelt zum Beben. Folkrock, Blues oder Shuffle-Beat verwoben mit schwäbischer Mundart, ganz nach Art der „Wendrsonn“, entfachten wahre Beifallsstürme.

Schrill, aber auch gefühlvoll

Hin und wieder schien es, als ob die Musiker ihr Instrumentarium martialisch traktierten, glänzten dabei umso mehr durch Virtuosität. Schrille Töne im Wechsel mit melodramatischer Sinnlichkeit, gefühlvoll und sensibel interpretiert – diese Bandbreite ist eines der Markenzeichen der Gruppe: „Zom Lacha ond zom Heula schee!“. Sie weiß, worüber sich ihr Publikum freut. Gefreut haben sich auch die Naturparkführer über das gelungene Geburtstagskonzert.

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