"Schließung der Klinik bedeutet aktive Sterbehilfe"

Der Kreis von Bürgerinnen und Bürgern im Limpurger Land, die das angedrohte Ende des Gaildorfer Krankenhauses abwenden möchten, wächst.

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An Aktualität nichts verloren: eines der Transparente, mit denen Gaildorfer Klinik-beschäftigte am 21. November 2006 vor Beginn einer Kreistagssitzung für den Erhalt des Krankenhauses demonstrierten. Archivfoto: Klaus Michael Oßwald

Nach der hervorragend besuchten Informationsveranstaltung am vergangenen Donnerstag mit Hunderten von Menschen lädt die Initiative um Cornelia Dähmlow, Dr. Faranak Burr und Karl-Dieter Diemer interessierte Mitstreiter heute Abend um 20 Uhr ins evangelische Gemeindehaus ein. An diesem Abend soll die Gründung einer Bürgerinitiative vorbereitet und das weitere Vorgehen abgestimmt werden.

In diesem Zusammenhang warnt Dr. Faranak Burr vor den Folgen einer Klinik-Schließung: Vor allem Ältere und Behinderte müssten darunter leiden, zumal die Entfernungen von kleineren Teilorten im Limpurger Land zum Schwäbisch Haller Klinikum unzumutbar groß seien. Auch gebe es, so Dr. Burr, "nicht genügend öffentliche Verkehrsmittel, außerdem muss man in Hall auch noch umsteigen, um ins Krankenhaus zu kommen". Auch die Kapazität an Taxen sei durch die vielen Krankentransporte begrenzt.

Die langjährige Oberärztin der Inneren Abteilung des Gaildorfer Krankenhauses wird deutlicher: "Schließung bedeutet in meinen Augen nichts anderes als aktive Sterbehilfe", sagt sie energisch. "Denken Sie nur an die vielen alleinstehenden Menschen! Wenn die schwer krank sind, dann sind sie verloren". Also "muss etwas geschehen", fordert sie und gibt sich überzeugt: "Das Krankenhaus weiterzubetreiben, ist machbar, sofern im Sommer nicht das ganze Inventar abtransportiert wird!"

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